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Erster Band.
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Erstes Buch. V. Das fränkische Reich unter den Meroivingern.

Bischöfe und weltlichen Großen des Reiches über, deren Reichstage (ptaeita) seit 614 an Machtzunahmen, aber dieselbe durch die kraftvoll emporgestiegenen Hansmeier um 688 wieder verloren.

Viel trug zum Ansehen und znr Macht der germanischen Könige ihr Hort (Schatz)bei, den sowohl sie selbst, wie ihre Söhne und Töchter durch Bente, Tribut, Geschenke oderauch andere Mittel erworben hatten, — ein Beispiel, dem große und kleine Herren, ja selbstKirchen und Klöster nacheiferten. Gierig träumte man von Schätzen, — die Sagen von inBergen versteckten Horten sind zahllos. Die Mär vom Nibelungenhorte stammt aus dieserZeit, in welcher der nicht nur in Gold, sondern auch in Kleinodien aller Art und kostbarenWaffen bestehende Hort oft genug das geheime Ziel des Krieges und der Eroberung waroder zur Ursache des Untergangs eines Herrschers wurde, und ztvar um so häufiger, als dasEigentum des Königs und das des Staates nicht genau, ja oft garnicht geschieden war, undein edler Monarch aus feinem eigenen Schatze ebenso unbedenklich das öffentliche Heil, wieein habsüchtiger aus dem Reichsschatze nur das eigene Wohl zu befördern suchte.

Hauptstücke des Goldsandes von Petreosa: sogenannter Schatz dcS Athanarich.Nach galvanoplastischen Kopien im Kunstgewerbemuseum zu Berlin.

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Durch solche Willkür wurde das deutsche Königtum in den neuen Reichen eine Mischungrömischen und germanischen Wesens, und dies mußte es auch sein, weil es sowohl für römische,wie für germanische Unterthanen bestimmt war. Für jene war der König der Nachfolger desKaisers, für diese der erste Würdenträger des Volkes mit einer durch die Verhältnisse herbei-geführten Vermehrung der Macht und des Glanzes. Es war nämlich sehr natürlich, daß,sollte der Staat nicht auseinander gehen, der König für die eine Klasse der Unterthanen daswerden mußte, was er für die andere war, und so hatten denn nach und nach auch dieGermanen ihre Nachfolger der Kaiser.

Die in dieser Weise angehäuften Befugnisse des Königs waren (nach Dahn) sehr ansehnliche.Zu dem Heer- und dem Gcrichtsbann der alten deutschen Könige traten durch die Niederlassungenim römischen Reiche von selbst der in Germanien noch unnötige Amts- und Pvlizcibannhinzu, und durch die Übertragung der kaiserlichen Befugnisse gegenüber den Römern auf dasVerhältnis zu den Stammesgenossen endlich noch die höchste Entscheidung in Finanz- und in