Scheidung der drei Nationalitäten.
zum Opfer fielen, und einer Einheit, welche bei der feudalen Zersplitterung im Westen nichtwohl gedeihen konnte. —
Mit Arnulf, der zwar ein Karolinger, aber nur ein unechter Sohn und nicht vomentarteten Schlage der Familie war, beginnt ein neuer Abschnitt in Deutschlands politischerEntwickelung; denn gerade damals war Deutschland der allein organisierte unter allen ausdem ehemaligen Reiche der Karolinger hervorgegangenen Staaten. Frankreich, Burgund undItalien zerfielen sämtlich in einzelne Fürstentümer, deren Häupter sich gegenseitig bekämpftenund von denen mehrere sogar die Oberherrschaft Arnulfs anerkennen mußten. Arnulf konnte
Karl der Kahle; Dedikationsbild im Ooäex auryus von St. Emmeram zu Regensburg.
Aus Befehl des Kaisers im Jahre 870 von den Priestern Berengar und Luithard mit goldenen Buchstaben geschrieben und gemalt.
(München, Hof- und Staatsbibliothek.)
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einstmals in Regensburg die Edlen der Baiern, Ostfranken, Sachsen, Thüringer, Alamannenund viele Slawen um sich versammeln und ein fröhliches Ostern mit ihnen feiern. Im Jahre896 errang er dann auch die römische Kaiserkrone durch die Eroberung der ewigen Stadt;das vielumworbcne Diadem verblieb fortan mit wenigen kurzen Unterbrechungen den Deutschen.
Das Papsttum hatte notgedrungen auf die politische Einheit des Kaiserreiches, diebei den einander widerstrebenden Interessen der widerwillig in ihm vereinigten Völker nichtzu erhalten gewesen war, verzichtet. Auf eine höhere Einheit des Reiches aber, welches ihmzugleich die Christenheit vertrat, konnte es nicht verzichten, wenn es sich nicht selbst aufgeben wollte.Die Christenheit sollte ein Reich des Papstes werden, der Kaiser dessen weltlicher Arm, die Königeder einzelnen Länder seine untergeordneten Stellvertreter. Diesen hochstrebenden Plan zu begründen