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Erster Band.
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Zweites Buch. 11. Das Reich und seine Kaiser.

Bkutter allzufrüh beraubten Jünglings und dem von der höchst großartigen Persönlichkeit einesHildebrand (als Papst seit 1073 Gregor VII.), geführten und mit dem überwiegendenTeile der deutschen Fürsten verbündeten Papsttum, liegt jedoch nicht in unserer Aufgabe.

Es war eine wilde Zeit. Das Reichwar von blutigen Fehden erfüllt, undselbst im Dome zu Goslar wütete amPfingstfeste 1063 ein heftiger Kampf,bei welchem es Tote und Verwundetein Menge gab. Der für Trier bestimmteErzbischof wurde von Leuten aus dieserDiözese, die ihn nicht anerkannten, er-mordet. Heinrich IV., von seiner Gattin,Bertha von Snsa, die er nicht liebte undviel zu spät erst richtig schützen lernte,getrennt lebend und in bedauerliche Aus-schweifungen versunken, war nicht derAlaun, die drohende Gefahr vom Kaiser-tum abzuwenden. Sein schwankenderund unberechenbarer Charakter, der ihmdie Demütigung von Canossa zuzog,erntete nicht den davon gehofften Erfolg.Fiel auch sein Gegenkönig Rudolf vonSchwaben 1080 in der Schlacht beiHohcmnölsen, — sah auch das Volkdessen abgehauene Rechte als das Mal-zeichen der Strafe für den an seinemKönig begangenen Meineid an, sofolgte dem gleichwohl die von Hein-richs IV. Feindin Mathilde von Tos-cana angestiftete Empörung seines ältestenSohnes Konrad, und seine unglücklichezweite Ehe mit einer Russin. Der tief-gebeugte Monarch war schon vor seinemTode (1106) so gut wie vergessen.

Sein zweiter ungetreuer Sohn,der das Altern des Vaters zum Kriegegegen ihn benutzt hatte, warf als Hein-r i ch V. die Maske ab, die er bis dahinden Fürsten und dem Papste gezeigt hatte,und handelte immer offener als einDespot, dem sich alles beugen sollte, —nicht etwa als ein launenhafter Gebieterwie sein Vater, bei welchem Verzagtheitmit Thatkraft abwechselte, sondern alsein eiserner, unnachsichtiger Tyrann. Erwar gefürchtet und daher ganz der Mann,um Canossa zu rächen. Aufs neuemußte der Kampf um die von Gregordurch Laien entbrennen zwischen einem

Bronzene Grabplatte Rudolfs von Schwaben; im Dom znMerseburg. Mch Hesner.)

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Investitur der Bischöfe und Äbte

verbotene

der sie fortwährend übte, und einem Papste, der ihr Verbot mit den schärfstenDrohungen erneuerte, und zwar grade dann am heftigsten, als Heinrich kam, um sich in Romdie Kaiserkrone zn holen, wozu er nnverweilt rüstete, obschvn seinen Zeitgenossen vor Kometen