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Erster Band.
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170
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Zweites Buch. II. Das Reich und seine Kaiser.

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Kaiser Friedrich I. Notbart.

Widmungsbild einer Handschrift vom Ende des zwölften Jahrhunderts durch Propst Heinrich (f 1199) deS DronysiuS-Klosters zu Schästlarnin Bniern für Friedrich I. aus Anlas; von dessen Kreuzzug geschrieben. Rom, Bibliothek des Vatikans. Einziges bekanntes, bei Lebzeitendes Kaisers ausgeführtes Bildnis desselben. Die Krone ist von romanischem Laubwerk, der Königsmantel mit Pelz von weißer undblauer Farbe gefüttert und auf der rechten Schulter nach römischem Gebrauch durch eine Agraffe zusammengehalten. Hinter dem Kaiserhangt der große dreieckige Schild jener Zeit, auf welchem, wie auch auf dem Mantel, ein Kreuz angebracht ist, um den Kaiser alsKreuzfahrer und Schutzherrn des Christentums zu charakterisieren. Im linken Rande ist der das Buch überreichende Propst Heinrichdargestellt, nur halb so groß als der Kaiser und in emporstrebender Stellung, wodurch in der Weise mittelalterlicher Buchmalerei der

Unterschied in Rang und Stand ausgedrückt wird.

Die Inschrift zu beiden Seiten des Kopfes lautet: I'rickerious Lomanug Imperator. Diejenige am Rücken des Propstes:Heinrivus praepositus äeckioat. — Im oberen Rande steht:

Ve terra. äoiuini pellat gsutsm 8u>ls.ilini.

Im Rande des Bogens, die Buchstaben wechselnd in schwarzer und roter Schrift:

Rnlli paoikeuui 8arro.oono ^rickeriourn

DiriAat ists über ubi sit loons a neos libor. (Nach v. Hefner-Alteneck.)

Zerstören von Städten und Burgen rebellischer Vassallen nur allzu eifrig. Jene rauhe Zeit kannteeben nur rauhe Mittel, sich Gehorsam zu erzwingen, und selbst jene, welche solche Maßregeln,gegen s i ch gerichtet, fürchteten und verwünschten, standen nicht an, sie gegen andere anzuwenden.

Als dann aber der Kaiser mit dem Plane umging, ganz Italien dem Reiche zu unterwerfen,ja dem gesamten Abendlande Gesetze zu geben, verfolgte er bereits ein unmögliches Ziel, beidessen Verwirklichung der „Rotbart" bald den römischen Papst, bald das freiheitdurstige Italien,