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Erster Band.
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Innere Organisation der Städte. Die Juden.

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Am Rheine blühte in der Folgezeit der Handel mit England; im Süden, namentlich inAugsburg, mit Italien: in Regeusburg mit dem Orient; in Magdeburg mit den Slawen;Bremen und andere Orte standen in lebhaften: Handelsverkehr mit den skandinavischen Ländern.Bamberg wurde durch Heinrich II. machtvoll gehoben, Speier durch Konrad II., Goslar durchHeinrich III. Die beiden letzteren Kaiser und viele Bischöfe, besonders der verdiente Benno vonOsnabrück, vorher Vorsteher der Domschule zu Hildesheim, unternahmen großartige Bauten vonPalästen, besonders aber von Kirchen, wobei das niedere Volk Frohudienste zu leisten hatte. Derhäufigen Bräude wegen verließ man allmählich den Holzbau. Denn oft brannten damals ganzeund halbe Städte ab, so Mainz, Regensburg und Hildesheim im Jahre 1046, Regensburg, Passau,Eichstädt, Augsburg, Brixen und Köln in: Jahre 1132); Brände der Kirchen waren damalsallenthalben an der Tagesordnung. Man wandte sich fortan dem kostspieligen, aber sicherenSteinbau zu.

Als die beiden Mächte des abendländischen Reiches, Kaiser und Papst, in: elften Jahr-hundert sich entzweiten, schwand indes auch für die Städte das Glück, dessen sie unter demKrummstabe genossen hatten, dahin. Die Bischöfe traten zu großem Teile, zeitweise fast alle, ausdie Seite Roms; die Städter aber lernten sich als Deutsche fühlen und standen zu ihrem Könige.Ihr Wohlstand hatte so zugenommen, daß sie der geistlichen Förderung nicht mehr bedurften. DieOrtschaften wuchsen rasch; um die ältesten Teile (Altstädte) reihten sich neuere (Neustädte). JüngereSöhne der Edelleute, Bauern und Hörige ließen sich darin nieder; sie alle lernten erkennen, daßnur die eigene Arbeit sie frei machen und vorwärts bringen konnte. . Die Innungen der Bürgersandten daher ihre wehrhaften Mannen den: deutsche:: Könige gegen feine Feinde zu Hilfe,und der König lohnte es ihnen mit Rechten und Freiheiten. Die Freien unter den Bürgern,den: Kerne nach Kaufleute, aber suchten Anteil an der Regierung. Die Handwerker und Un-freien strebten nach voller persönlicher Freiheit, die ihnen der Hauptsache nach au: Anfangedes zwölften Jahrhunderts gewährt wurde; zu dieser Zeit entstanden auch die Handwerker-verbindungen, voran die der Weber, von denen oft eigene Kaufhäuser und Kirchen errichtetwurden, und die sich überraschend entwickelten. Kaiser Friedrich I. (der Rotbart) be-freite alle Städter von: Besthaupt und Gewandrecht, das heißt von dein den Bischöfen undFürstäbten zustehenden Rechte auf das besteStück Vieh oder das beste Gewand der Ver-storbenen. Die Städte empfingen eigene Gerichts-barkeit, und die Handwerker hielten ihre Zünftegegenüber allen Versuchen der Unterdrückung,die sich in: dreizehnten Jahrhundert häuften, aufrecht. Wie einst das Verhältnis zur Kirche dieBürger wohlhabend gemacht, so brachte jetztdasjenige zum Reiche ihnen Reicht:::::. Dernunmehr meist von den herrschenden Geschlech-tern gewühlte Stadtrat verstärkte sich; einengerer Ausschuß, meist von zwölf Gliedern,der „kleine Rat" besorgte mit den jährlichwechselnden Bürgermeistern die dringenderen Ge-schäfte und berichtete darüber an den Weilern,den „großen Rat", der aus 100, 200 oder300 Mitgliedern bestand und die eigentlicheRegierung, auch das oberste Gericht der Stadtbildete, indem er das frühere Stadtgericht vonsich abhängig machte oder es selbst übernahm.

Natürlich waltete in den einzelnen Städten einewesentlich verschiedene Verteilung der Befugnisse.

Nach Magdeburger Rechb ernannten die Bürger-meister (lateinisch „Konsuln" genannt) ihre Nach-

Eiu Kcmfmami.

Aus der Äbtissin Herrad vo» LcmdSperg „Lustgarten";UM 116',—1175.

-Judas

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