Band 
Erster Band.
Seite
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Die Burgen und ihre Befestigung.

jene Zeit äußerst geschickten Festungsbaumeistern so schwer erzwingbar wie nur möglich gemacht;Gräben und Mauern mit Zinnen und Schießscharten und besonders Türme, die festesten Stützendes Baues, mußten das Erdenklichste leisten. So notwendig Thore den Städten waren, so un-bequem waren sie den Burgen; man schützte sie daher durch Zugbrücken und Fallgitter, so gutes immer ging und der Thorwächter bewachte sie unablässig. Der Hauptturm, deutsch Bergfrit,französisch Donjon, welcher die ganze Anlage überragte, war auf die hartnäckigste Verteidigungeingerichtet; man suchte ihn selbst dann noch zu halten, wenn alles Übrige genommen war. Da-her lag sein Eingang in bedeutender Höhe, oft zwanzig und sogar vierzig Fuß, über dem Bodenund war nur durch Leitern, bewegliche Treppen oder von gleicher Höhe herüberführende Zug-brücken zugänglich. Die Gestalt des Bergfrits war verschieden, bald nach römischer Art viereckig,bald nach deutscher rund, sechs- und achteckig oder auch von gemischter Anlage. Das untere Ge-schoß war stets ohne Zugang von außen, nur im Innern durch Leitern oder Treppen erreichbarund enthielt oft einen Brunnen; vielfach wurde es auch als Wein- und Vorratskeller, sowiein Zeiten der Bedrängnis zur Verwahrung des Burgschatzes benutzt, und fast in allen Burgenwar in ihm ein Verließ znr Aufnahme der Gefangenen, deren Los in feuchtem Loche unterUngeziefer und Gewürm nicht eben ein freundliches war. Natürlich brachte man vornehme

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Ruinen der St. Ulrichsburg bei Rappoltsweiler im Ober-Elsaß.

Erbaut in, 1g. Jahrhundert von den Grasen von Rappoltstein und benannt nach der dem St. Ulrich geweihten Burgkapelle; dieseBurg ist besonders charakteristisch für die Schönheiten mittelalterlichen Vnrgbaues und sur d,° ganze emem großer» ritterlichen Ho,halt

entsprechende Anlage. (Nach Naeher.)