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Erster Band.
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246
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246 Zweites Buch. VII. Das Zeitalter des Rittertums und des Minnedienstes.

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FLirstentracht in der zweiten Hälfte des dreizehnten Jahrhunderts.

Statuen eines thüringischen Fürstenpaares im hohen Chor des Doms zu Naumburg.

schön geputzten Säle an. So, bis der Abend anbrach . . .den Freunden geleitet, die Braut in die Brantkammer geführt."

durch die Hauptstraßen von Köln.Die Kaiserin nahm Hut undMantel ab, um den Neugierigenihren Anblick zu vergönnen;im crzbischöflichen Palaste fandsie Aufnahme, und die ganzeNacht sangen und musiziertenvor ihr junge Mädchen, unterdie sie sich dann selber mischte.

Bei solchen Anlässen,wie auch bei Einzügen sieg-reicher Truppen, bei fürstlichenBesuchen und dergleichen wur-den die Städte, in welchen dieFeste stattfanden, gründlich ge-reinigt, Straßen und Häusermit Guirlanden und Teppichengeschmückt und Triumphbogenerrichtet.

Nach der kirchlichen Trau-ung eines fürstlichen Paareswurde gewöhnlich zunächsteine große feierliche Prozessionabgehalten; voran gingensingende Priester mit Kerzen,Kreuzen, Weihranchfässern, Re-liquienschreinen; ihnen folgtender König und sein junges Weib.War der Zug wieder in dieKirche zurückgelangt, so wurdeeine Messe gehalten. Nachderselben „kehrte der Hochzeits-zug unter Musik in den Palastzurück, wo man zum Festmahleschritt. Die Spielleute musi-zierten dabei; draußen aberdrängte sich die Menge; kurz,es herrschte eine allgemeinelärmende Heiterkeit. Dannteilte man Geschenke an dieSpielleute aus: seidene Stoffe,Silber- und Gvldgeschirre,Maultiere und Streitrosse, Pelz-werk und anderes mehr. DerBräutigam hatte schon vorherden Hofdamen der Braut Gabengesandt. Die Gesellschaft er-freute sich daran, den Kampf-spielen zuzuschauen, oder siesah sich das Schloß und seineDann wurde mit Musik, von