Lebensende. Beisetzung.
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des Toten wurden darüber am Gewölbe aufgehängt. Als noch würdigeres Denkmal galt einüber der Grabstätte errichteter Bau, Tumba genannt, in Form eines Sarkophags, oft mit demdarauf liegenden, bald aus Stein gehauenen, bald in Erz gegossenen Bilde des Toten, dasursprünglich bemalt und vergoldet, sehr oft aber ein Phantasiebild ohne alle Ähnlichkeit mit demVerstorbenen war. Solche Statuen, namentlich aber, auch ohne Grabstätte, den Stiftern derKirche gewidmete Bildnisse, standen häufig auch an der Kirchenwand, in Nischen derselben oderan Säulen und die Künstler gaben ihnen mit Vorliebe ein Modell der Kirche in den Arm.
Nm die verstorbenen Angehörigen trauerte man in viel auffallenderer Weise als heut-zutage, — ob auch innerlich wahrer, ist zweifelhaft. Das damals übliche Heulen, Brust-schlagen, Haarausraufen, Kleiderzerreißen erinnert nur zu sehr an die Gewohnheiten desAltertums und der Naturvölker, als daß es einen tieferen Ursprung gehabt haben könnte.Dazu paßt, daß mit der Rauflust jener Tage die Ohnmachten und die Thränenströme, welcheden tapfersten Helden und würdigsten Männern bei jeder, oft nicht einmal bedeutenden Gemüts-erregung zu Gebote standen, sehr seltsam kontrastierten.
Sehen wir nun zu, welchen Anteil die Ritterschaft des zwölften und dreizehnten Jahr-hunderts an der höheren idealen Bewegung ihrer Zeit genommen hat. —
Grabmal Herzogs Heinrich IV. von Breslani ^ 1280.
Figur von gebranntem Thon auf einer Sandsteintumba in der Kreuzkirche zu BreSIau. Gehört zu deu schönstenDenkmäler» deutscher Kunst im Mittelalter.
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