Hebung der deutschen Sprache. Die Spielleute.
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Spiellente, wie sie damals hießen,darunter auch aus ihrem Standeausgeschiedene Geistliche, welche dieGabe der Dichtung besaßen, Leute,welche alle Burgen und Klöster aus-beuteten, und von denen alle Festewimmelten, bezeichneten den Schlußdieser Übergangsstnfe. Sie ver-breiteten sich von Frankreich aus,meist als einstmalige Schüler derUniversität Paris, besonders nachEngland und Deutschland hin undnannten sich nach dem Riesen Goliath,den sie zum Schutzherrn gewählthatten, Goliarden. Je nachBedürsnis, je nachdem ihnen Brotund Wein winkten, sangen sie den„Pfaffen" lateinische, den Ritterndeutsche oder beiden gemischte Schnur-ren vor, großenteils sehr loseLiebes-, Trink- und Spiellieder,Scherze aller Art, aber auch ernsteSatiren, oft in dramatischem Ge-wände, in denen alle Stände schlimmgenug weg kamen, ohne es übelzu nehmen. Es gilt dies namentlichvon den Mönchen, wennDichter sagt: Noimobi8t
z. B. dersnnt nigriin rsAnlg. surrt, xi^ri, bsnsmonltnti st walk earanati ste.Sehr freimütig urteilte man überRom: Koma oapit sinFnlos «rt, rsszinAniornm, Lomanornm enrin non68t nisi kornm. Loiims snnt vöiralmjnra, senntornm 6t soivit eontrariavopis, nnmmornm. EinWeinlied lautet:
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König Wenzel von Böhmen als Gönner der Minnesänger.
Aus den Miniaturen der Heidelberger (ehemaligen Manesfeschen) Liederhandschrift.
Um 1ZOV. Heidelberg, Universitüts-Bibliothek.
König Wenzel II. von Böhmen (f 1305) begünstigte, wie schon sein Vater Ottokar(P 1278), das deutsche Element, war selbst ganz deutsch erzogen und trat miteinigen zarten Liebesliedern, welche die Heidelberger Liederhandschrist aufbewahrthat, in die Reihe der deutschen Minnesänger. Als den freigebigen Gönner der-selben und als Schützer der Spielleute von der Straße stellt das Miniature denKönig dar. Bekleidet mit dein Purpurrock und der pelzgefütterten Schaperun,in der Rechten das Lilienscepter, sitzt er auf dem Thron. Rechts das Wappenvon Böhmen, links das von Mähren; über beiden ein geschlossener Helm mitDecke und Kamm. Rechts neben dem Throne steht ein Leibwächter in eisernerRüstung mit den: „Wüpenroc" darüber, das Haupt von der spitzen Kappe mitdem aufgeklappten Rande bedeckt und mit Schwert und Dolch bewaffnet. Ausder Hand desselben empfängt ein vor dem Throne knieender ritterlicher Sänger,der mit eiserner Rüstung und der geschlitzten Schaperun angethan ist, ein Hornaus Elfenbein (Olifant) als königlichen Sängerlohn. Mit eigener Hand reicht derKönig einen goldenen Becher dem andern Sänger, der links am Throne steht,während der dritte vor jenem knieende eine goldene Gabe, die er erhalten hat,mit zufriedener Miene betrachtet. Gerade vor den Füßen des Königs knieen zwei„Gumpelmänner": Spielleute aus dem fahrenden Volk, welche nach der in dermittelalterlichen Illustration angewandten Symbolik viel kleiner als die übrigenFiguren gezeichnet sind, um dadurch das Verhältnis zwischen dem höher Stehendenund dem Niederen auszudrücken. Der eine hält die Flöte in der Hand, demandern hängt die Geige an der Schulter; beide heben gabeheischend die Händezum König empor.
^>i Liedern, welcheunsterbliche , .Ennäsnmnsanklingen, liegen hier
wurzeln, welchen unsere beliebtesten -„rwrvisen sind. Das weibliche
-tndentenlieder, svweit sie nicht neueren Dichtern entstcun , knnsnnNer Weise eine großeSM.ch. und zu d.„.s.,b.u '» d-'f" ^ Mmm m°".
llvlle m fast allen diesen Lredern. Wer haben d^Ü !p> ^ mächtigen Kanzlers
wrgessen sind, großenteils in der Umgebung ^chchc,,. Da finden wir sie,
Rcinald von Dassel, namentlich auf Minen nach unbekannten Berfasser
— unter ihnen den als..üreüchoökn." bezeichneten, a . i.