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Erster Band.
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Der bischöfliche Ornat.

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hundert schloß die Lurvaturs. sich zu einem ganzen Ringe und der noäns, der Knoten, entwickeltesich (Fig. 9.) Im dreizehnten Jahrhundert wurden die Stäbe sehr reich geschmückt; im vier-zehnten bekamen sie die Ornamentierung vollendeter Gotik, und der Knoten ward zu einemturmartigen Architekturstnck mit Fialen (Fig. 17). Die Krümme ging erst nach außen, ehe siesich schloß (Fig. 18). Gleichzeitig heftete sich das 8uäarium an den Stab, ein leinenes Tuch,welches ebenfalls ursprünglich zum Reinigen des Antlitzes von Schweiß während des Gottes-dienstes gebraucht wurde (Fig. 18). Der Bischof trug vom dreizehnten Jahrhundert ab dieKrümme von sich ab- (Fig. 17, 18), der Abt auf sich zugewendet (Fig. 19).

Bei Prozessionen benutzte der Geistliche, um sich und seine Gewänder vor den Unbildendes Wetters zu schützen, den Chor- oder Vespermantel (oaxxa, crlioralis, xluvialo) (Fig. 12).Im zehnten und elften Jahrhundert hatte die Oaxxm keine reichere Ausstattung und war eigentlichdie Bekleidung der Sänger; die Priester aber ließen sie bald von prächtigerem Stoffe machenund gaben ihr eine Kapuze. Im dreizehnten Jahrhundert wurde diese Kapuze nur zum

Prozession. Städtische Trachten des zwölften Jahrhunderts.Aus der Äbtissin Herrad von LandSperg „Lustgarten"; um 1165—1175.

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Ornament (Fig. 13); man heftete auf den Nackenteil eine dreieckige Platte, die im fünfzehntenJahrhundert zu einem abgerundeten Schilde wurde, an welchem eine Quaste hing (Fig. 14, 15).Endlich findet sich seit dem vierzehnten Jahrhundert das ^.Imneium im Gebrauch, ein Pelz-kragen, welcher die Schultern bis an die Ellbogen deckte und eine Kapuze hatte. Sein Kragenwar entweder ganz von Pelz oder (wie auf Fig. 19) nur mit Pelz gefüttert. Die 6g.pxamaKna der Kardinäle war ein ähnliches Schulterstück mit einer Kapuze von roter Seide. ImSommer wurde das ^Imueium über den Arm gelegt, gleichwie die Manipcl.

Außerhalb des Gottesdienstes sollte der Kleriker sich in den Talar kleiden, man trug aberim Mittelalter oft auch weltliche Tracht. Der Talar sollte einfach sein, keine lange Schleppe haben,war meist mit Pelz gefüttert und folgte in Bezug auf die Kragenhöhe der weltlichen Mode.Darüber ward ein weißes Chorkleid (suxorxslliosnin, roelmttumchzur Abhaltung des Chordienstesangelegt (Fig. 23). Dasselbe hatte weite Ärmel; eigentlich war es nur eine verkürzte Alba,welche, vor dem dreizehnten Jahrhundert etwas höher geschürzt, wirklich bei all jenen Ver-richtungen in Anwendung kam, bei welchen später das Loeliettum im Gebrauch war. Gegen Endedes Mittelalters wurde dies Chorkleid mit Spitzen am untern Saume und am Ärmel versehen.