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Erster Band.
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Schutz- und Trutz-Waffen vom 9. bis 13. Jahrhundert.

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halten (Fig 1). Der Schild war rund, vonantiker Form mit Metallrand, Metallspangennnd hohem Nabel (nmbo).

Figur 5 zeigt einen Krieger des elftenJahrhunderts. Der Spangenhelm hat eineschwach nach vorn gebogene Spitze, der Kopfsteckt in weiter Kapuze, die Panzerjacke (Brünne,auch Halsberge) besteht aus Leder mit auf-genähten Ringen nnd hat ziemlich kurzeÄrmel. Auch die Beine wurden nunmehr miteinem der Panzerjacke gleich konstruiertenRingpanzer geschützt; am Schurz dagegenträgt dieser Krieger, der dem Antiphonarvon St. Peter in Salzburg entlehnt ist, nochdie alte Schuppendcckc der I^orioa 8gnamata(Fig. 7).

Figur 8 und 11 stellt die schwere Ring-bepanzernng dar, wie sie uns ein Evan-gelienbnch zu Bamberg nnd der llortnsäklieiarum am Ende des zwölften Jahr-hunderts kennen lehrt. In dieser Zeit hat derHelm eine feste Schale (Glocke) erhalten, auchein Naseneisen nnd überhöht sich immer mehrbis zu der unförmlichen Gestalt von Figur 12fMitra von Seligenthal im Bairischen Nat.--Mns.). Die Brünne besteht aus Ledermit mäßig langem Ärmel und einer Kapuze;sie erreicht mit Vorder- und Hinterausschnittoder zwei seitlichen Ausschnitten fast das Knie,ist durch aneinander geschobene Ringe, dieauf einen Lederstreif gereiht sind (wie Figur 10und 10a zeigt), gefestigt und unendlich schwer,schützt aber viel mehr, als die einfache Ring-brünne; auch die Beine sind durch eingleicherart verstärktes Panzerleder gedeckt. AmEnde des zwölften Jahrhunderts schloß sichdie Brünne unten zur Hosenform (Fig. 11).Der Schild war dreieckig, schwach gewölbt,aus mehrfach übereinander geleimtem Holzmit Eisenrand gebildet und mit hohem Umbo(Fig. 8) versehen, der jedoch schon bei Figur 11fortgefallen ist. Der Schild war sehr schwer;er ward an einem Riemen, der Schildfessel,über dem Hals getragen, während Hand undArm in dem aus starken Riemen gebildetenArmgestelle den Schild regierten; Figur 9zeigt die Innenseite des Schildes, durch derenRiemen sowohl senkrechte wie auch horizontalewar bemalt. Wappen gab es aber noch

Grabdenkmal deL Otto von Pienzenau, f 1371.Manno.rskulptur aus dem 14. Jahrh, in der Kirche zu Ebersberg.

Die Brünne aus Kettengeflecht ist bedeutend kürzer wie im 13. Jahrh.,bedeckt nur eben den Leib. Die Beine stecken nicht im Kettenpanzer,sondern in Beinbergen aus Eisen (vielleicht auch von Leder) mit be-sonderem Knieschutz. Die Füße sind mit Schnppenwerk verkleidet,worüber die radförmigen Sporen geschnallt sind. Die Beckenhaube,welche den Kopf bedeckt, hat spitze Form; unter ihr kommt die ausdie Schultern herabfallende Halsbrünne hervor. Eisenhandschuheschützen die Hände. Das Überkleid, der Lendner, ist ganz kurz undknapp anliegend, von Leder und vorn mit Schnüren zugenestelt. Anseinem Unterteile ist der Schwertgürtel befestigt. Dolch und Schwertmit polygonem Knauf hängen noch an besonderen, unter derrechten Brust befestigten Ketten. Zu beiden Seiten des Kopfes einTopshelm (auch Helmsaß genannt) mit Zimier. Der Einschnitt imSchilde dient zum Einlegen des Speeres, den der Ritter in derRechten hält. (Nach Essenwein.)

Lage des Schildes möglich ward. Der Schildkaum; das früheste Wappen in Deutschland erscheint

um 1170 bei Heinrich Jasomirgott.

Die vollkommen ausgebildete und vollständige Rüstung des zwölften Jahrhunderts stelltFigur 15 dar. Der cylindrische Helm hat einen Gesichtsschutz erhalten. Die Brünne zeigt bereits