Kämpfe zwischen Patriziern und Zünften.
bezeichnete. Ein Schwertfeger, genannt Geißbart, und ein Grundbesitzer, Pfauentritt geheißen,spannen eine Verschwörung an, die aber den Regierenden verraten wurde. Letztere suchten sichin feiger Flucht zu retten, worauf der Pöbel, dem allerlei Herrlichkeit vorgespiegelt worden, dasRathaus und die Häuser der Patrizier und der Juden plünderte, alles Geräte darin zerschlug,Frauen und Töchter mißhandelte, Schuldscheine verbrannte, lärmte und zechte und ein neuesStadtregiment aus den Häuptern der Aufständischen einsetzte. Da jedoch unter demselben argeZuchtlosigkeit herrschte, Handel und Gewerbe aber stockten, so griff König Karl IV. die Stadtan, die sich ohne Gegenwehr ergab und ihr altes Regiment wieder annehmen mußte: nach nur
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Die Werkstatt eines Waffenschmieds um das Jahr 1500.
Man sieht von der Straße her durch die geöffneten Laden in die Werkstätte, welcher Kaiser Max- einen Besuch abstattet.Faksimile des Holzschnittes von Hans Burgkmair in Kaiser Maximilians I. „Weißkunig."
zwölftägiger Herrschaft der Aufständischen, welche empfindliche Strafen erlitten. Durch einengütlichen Vertrag vom Jahre IÜ78 erhielten jedoch die Zünfte das Recht der Teilnahme ander Besetzung des Rates.
In Braunschweig, wo schon seit Ende des dreizehnten Jahrhunderts wiederholtReibungen zwischen dem patrizischen Rat und den Gilden, welche ihn gern beseitigt Hütten,aber ihn nicht ersetzen konnten, die Ruhe störten, stürzte der Kürschner („Pelzer^) LüdekeHollant im Jahre !488 die Herrschaft der alten Geschlechter. An ihrer Stelle begründeteer eine frcudenfeindliche Schreckensherrschaft, während der z. B. keine Mummerei im Fasching statt-finden durfte, und verfolgte seine Gegner mit falschen Anklagen so lange, bis er die Mehrheit der
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