Das Leben der Bauern.
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noch heute um den Bodeusee so benannterWürste) das Mahl aus. Darnach nehmenzwei Bauern, die sich zur Braut setzen,die Hochzeitsgeschenke der Gäste entgegen:häusliche und landwirtschaftliche Geräteoder Geld. Endlich geht es zum Tanz;der Spielmann wird mit alten Kleidernund einem kranken Huhn belohnt. DenSchluß bildet eine allgemeine Prügeleimit reichlichen Verwundungen.
Erscheinen uns so die Sitten derBauern nach der Darstellung ihrer Ver-ächter nur von ihrer wüsten, doch schwer-lich stark übertriebenen Seite, so fehltes dagegen auch nicht an Nachweisenedler und ernster Einrichtungen unterdieser vielverkannten Volksklasse.
Den Mittelpunkt einer Gemeindebildete zwar immer das Dorf, welchemdann die kleineren außerhalb des letzteren
Tanzendes Banernpaar.
Kupferstich, 1514, von Albrecht Dürer. Faksimile in Originalgröße.
Dndelsackspfeifer.
Kupferstich, 1514, von Albrecht Dürer.
Faksimile in Originalgröße.
gelegenen Wohnplätze, Weiler und Höfeunter- oder beigeordnet waren, was inSnddeutschland die Regel blieb. Inmanchen Gegenden aber behielten dieeinzelnen Weiler und Höfe, unter sichgetrennt durch Gärten, Felder, Wiesen,Wälder, einen besondern Charakter undbildeten zusammen eine Anzahl vonBau ersch asten, so namentlich inNorddeutschland. Doch gab es in denGemeinden mancher Gegenden noch andereörtliche Verbände. In Westfalen, Fries-land, Ditmarschen, der Mark Branden-burg, auch bei den Sachsen Sieben-bürgens findet man auf dem Lande so-genannte Schutzgilden zur Unter-stützung der Armen oder der durch Feuer-oder Schiffbruch Heimgesuchten. BischofOtto II. von Münster erklärte in einerUrkunde vom Jahre 1258, daß die