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Erster Band.
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Drittes Buch. III. Volksleben in Stadt und Land.

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Zu Markte ziehende Bauern' um die Mitte des fünfzehnten Jahrhunderts.Faksimile des Kupferstiches von Martin Schongauer (nach 1420 — 1499).

Laienbrüder des Klosters Liesborn, welche früher von weltlichen Leuten bewirtschaftete Güterund Häuser bewohnten, dem Rufe des Gangrafcn zum Gauding folgen und auch den Gilden-schaften (Geltseaz) beiwohnen müßten. Die Schntzgilden hatten Versammlnngshänser, welchezugleich als Gerichtslokale, sowie zu öffentlichen Vergnügungen und Schaustellungen dientenund in den lateinischen Urkunden der Zeit daher auch Gymnasien oder Theater heißen. EineGilde reichte nicht über die Grenze einer bestimmten Baucrschaft hinaus und umfaßte inner-halb derselben eine gewisse Zahl von Erben, das heißt von vollständigen Bauerngütern undvon Kötterhänsern, deren Besitzer für die Zwecke der Gilde Beiträge an Bier, Butter, Käse,Hühnern, Korn u. s. w. leisten mußten, — die Köttcr meist nur die Hälfte des Anteils derErbmänner. Jährlich wurde eine gemeinschaftliche Mahlzeit gehalten, an welcher aus denGütern der Erbmänner alle männlichen Personen, aus den Kötterhänsern aber nur je einePerson teilnahm. Dem von einen: Brande heimgesuchten Gildebruder mußten alle MitgliederBeiträge an Geld, Lcbensmitteln, Baustoff und Arbeitskräften liefern; bei dem Tode einesguten Pferdes hatten die Genossen Geldbeiträge zu leisten. Starb ein Mitglied oder seineFrau, so gab die Gilde Tannenbrctter zum Sarge her. Gleiche Teilnahme bewiesen sichdie Gildebrüder auch bei Taufen und Hochzeiten; sie zündeten z. B. dem ncueingczvgcnenPaare das Herdfeuer an.