Band 
Erster Band.
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Deutsches Städtebild um 1500. Faksimile des Kupferstiches von Albrecht Dürer.Im Vordergründe der heilige Antonios in das Lesen eines Buches vertieft.

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fünfter Abschnitt.

Handel und Wandel.

I I leit bedeutender als im Kriegswesen und in der Rechtspflege, gestalteten sich in ihrerNachwirkung auf spätere Zeit die Fortschritte, welche in den beiden letzten Jahr-hunderten des Mittelalters auf dem Felde des Handels und Verkehrs gemacht wurden.Die Zustände auf diesem Gebiete waren im frühen Mittelalter noch sehr Primitiv; ja siestanden hinter den Verhältnissen des Altertums weit zurück. Namentlich den römischen Straßen,welche durch die Stürme der Völkerwanderung und die darauf folgende Vernachlässigung zuGrunde gingen, hat das mittelalterliche und selbst das neuere Europa bis in unser Jahrhundertkeinerlei Leistungen gegenüber zu stellen. „Nur die großen Heerstraßen, auf denen der Handelsich bewegte (S. 332), wurden leidlich im stände gehalten und mit Steinen und Kalk verlegt,hin und wieder gepflastert (daher oder von Oalosns, Schuh, nenlateinisch: ealeiata, französischund leider auch neudeutsch Obanosse). Selten nur waren sie durch Gräben vom Ackerfeld ge-schieden." Die Fehdezeiten des Mittelalters verschlechterten diesen Zustand womöglich noch.Der größte Teil der Straßen und Wege war jammervoll. Die Verwirklichung politischerRechte, die oft geteilt oder streitig waren, verhinderte jede Verbesserung, und die herrschende