Das Boten- und Postwesen.
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nisiert. Straßburg hielt drei, Köln vier regelmäßige Oberboten, deren Kosten die Kaufmann-schaft bestritt. Die Hansa unterhielt eine Postverbindung von Antwerpen bis Riga. DieStadtboten trugen silberne Schilder auf der Brust und eine silberne Briefbüchse. GroßeGelehrte wie z. B. Erasmus, hatten eigene Boten in ihrem Dienste; der Genannte gabfür den seinigen jährlich gegen sechzig Gulden aus. Vielfach wurde über die Unzuverlässigkeitund Untreue von Boten geklagt; Unterschlagungen von Briefen sotten sie sich oft haben zuschulden kommen lassen, wofür denn die in der That herrschende Unsicherheit der Straßen alsgewöhnlicher Entschuldigungsgrund herhalten mußte.
Für die Entwickelung des Verkehrswesens ist das Ende der Kreuzzüge epochemachend.Durch diese Katastrophe sahen sich sowohl die Mönche als die Ritter plötzlich des Wirkungs-
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Spazierritt. Faksimile einer Zeichnung aus dem Jahre 149V von Albrecht Dürer; Berlin, Königl. Kupferstichkabinett.