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Erster Band.
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459
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Die Maler des fünfzehnten Jahrhunderts.

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reichtum steigerte, war doch zunftmäßiges Gewerbe. Die Maler aller Art waren noch Hand-werker nnd bildeten mit Tischlern, Glasern oder Goldschlägern eine städtische Znnft. Wieregsam nnd unbewußt hochstrebend aber das fünfzehnte Jahrhundert in der Kunst der bildlichenDarstellung war, zeigt die Entstehung des Holzschnittes schon gegen Ende des vierzehntenJahrhunderts. Seine ersten Werke waren allerdings unbeholfen und abstoßend; er konntezunächst nur dem Tafeldrnck zur Verfertigung populärer Bilder dienen (S. 429). Albrecht

Pfister ausBamberg beganntz-j den Holzschnittmit dem Lettern-druck in Verbin-dung zu bringenund mit MichaelWohlgemutnahm die Kunstdieses Verviel-fältigungsver-fahren auf undmachte es inreichstem Maßeder Bücherilln-stration nutzbar.Etwa ein halbesJahrhundertnach dem Auf-treten des Holz-schnittes folgteihm, aus derGoldschmiede-knnst sich ent-wickelnd , derK u p f e r st i ch;seine ersten Werkewaren Spiel-karten ; er wurdeaber von denschon genanntenhervorragendenMalern der Zeitgepflegt und be-deutende künstle-rische Schöpfun-gen, wie z. B.Martin Schon-ganers figuren-

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Ausgabe der morienNi" (Knust deS Sterbens). Holztafeldruck.

reiche „Kreuztragung" sind als eigenhändige Kupferstiche der Meister entstanden. Wie die Ge-mälde, so sind auch die in Kupfer gestochenen Kompositionen bis gegen Ende des fünfzehntenJahrhunderts fast ausschließlich biblischen Stoffen entlehnt, nur Israel van Meckenem (7 1503)macht in einigen interessanten genrehaften Stichen aus dem Leben der Zeit davon eine Ausnahme.

Aus dem Gebiete der Tonkunst haben wir für die hier behandelte Zeit nur die Musik-instrumente zu berücksichtigen. Die Periode der Minnesinger hatte die Harfe und die Lauteüberliefert, ebenso mannigfaltige Formen der Streichinstrumente, wie die Krut (Rebek), die