Staatsverwaltung. Der Bauernstand.
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gesperrt. Alle Einzelstaaten schä-digten sich gegenseitig, damit „dasGeld im Lande bleibe". Die imVerfalle begriffenen Zünfte wurdenvon der Regierung abhängig undverloren ihre alte Bedeutung; ausfreien Vereinigungen wurden sieZwangsanstalten zur Ausschließungaller Unzünftigen und zur Hem-mung jeder freien Bewegung.
Der Bauernstand wurdeseit dem unglücklichen Bauernkriege(S. 21) maßlos niedergedrückt.Furchtbar war die Rache gewesen,welche die siegenden Herren an denBauern genommen hatten; himmel-schreiend die Ungerechtigkeit undGrausamkeit, mit welcher derBauernstand, der Kern des deut-schen Volkes, niedergetreten wor-den war; zahllos die unmensch-lichen Exekutionen, denen in Süd-westdeutschland an hunderttausendKöpfe zum Opfer gefallen waren.Auch von ihren schweren wirt-schaftlichen Verlusten vermochtendie Bauern sich nicht wieder zuerholen; sie waren völlig gebrochenworden, erst durch die Ausbeutungvon räuberischen Landsknechten,dann durch die unerschwinglichenEntschädigungen, deren Zahlungihnen für die im Bauernkriegeangerichteten Zerstörungen auf-erlegt worden war. Dieselbenwaren von den Beamten und hab-gierigen Richtern übermäßig hochangesetzt worden; manchem der ge-schädigten Ritter waren nach einerWürzburger Chronik „seine altezerrissene Rattennester dermaßengeschätzt, daß öffentlich und amTag kundlich, daß er und etlicheseiner Vorfahren nie so viel ge-habt." In den meisten Land-schaften hatte nackte Willkür demBauer gegenüber Platz gegriffen;und nicht nur da, wo die Re-volution eigentlich allein sich ab-gespielt hatte, sondern auch in dennördlichen und östlichen Gebietengetreten worden.
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waren alle Freiheiten des Bauernstandes in den StaubDie Herren hatten sich nicht mit der Wiederherstellung und Festigung der