Gleim. Kleist. Klopstock. Wieland.
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darin waltete, von welcher der Dichter im Leben, das er jung zu genießen wußte, sehr fernwar. Lyrisch waren daher auch die Dichtungen, in denen er das beste leistete, nämlich seineOden. In diesen hielt sich der christliche Inhalt mehr zurück und die antike Form trat in einemnoch nicht dagewesenen Maße der Schönheit in den Vordergrund. In ihrer Mehrzahl freilich sindauch sie uns ungenießbar geworden; nur in einigen ausgezeichneten Stücken finden wir vater-ländische Gefühle, Naturschönheit und Liebe in rein menschlicher Weise gefeiert. Auch Klop-stock hatte Friedrich den Großen anfangs begeistert besungen; er kehrte sich aber von ihm ab,weil der König von feinen französischen Anschauungen und Lebensformen nicht ließ und dieDichtung der Deutschen weder schätzen noch lieben lernte. In seinen vorgerückteren Jahren,in denen er sein Glück, ohne Erfolg, bei Josef II. versuchte, wandte er sich in seinen
Wieland, seine Frau (Anna Dorothea Hillenbrand, 1748—1801) und ihre Kinder.
Wach.dem Ölgemälde, -INI 1776, von Joh. Melchior Kr-Ms (1737—1806). Weimar, GroKherzogl. Bibliothek.
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Schöpfungen vvm Christen- und Griechentum ab und einem erkünstelten Germanentum zu,welches er aus Unkenntnis der wirklichen Vergangenheit unseres Stammes mit keltischen Ele-menten versetzte. Infolgedessen spielte eine ganze jetzt vergessene Dichterschule die Bardenund schwärmte für den nur aus Fälschungen bekannten, Mondschein- und nebelhaften Ossian;so namentlich der aufgeklärte österreichische Jesuit Michael Denis. Auch diese an Mißerfolgenreiche Grille warf Klopstock jedoch im höheren Alter von sich und besang nur noch das Vater-land und seine Hoffnung auf eine demselben einst blühende, aber nicht nach französischer Weiseblutige Freiheit.
Als ein Kontrast zu Klopstock, wie es keinen schärfern geben kann, steht Christoph MartinWieland da, der 1733 bei Biberach geboren wurde und im Jahre 1813 in Weimar starb.Gleich dem Sänger des „Messias" stammte er aus pietistischer Familie; in seiner Jugendschwankte er zwischen den Überlieferungen jener und einer philosophischen Lebensauffassung; dann