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Zweiter Band.
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Wieland. Lessing.

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große Werk Friedrichs, die Beseitigung deutscher Reichsohnmacht und fürstlicher Willkürherrschaft,seine glanzvolle, wahrhaft poetisch verklärte Vollendung. Schon während seines ersten Aufent-haltes in Berlin war Lessing gegen die noch herrschende Nachahmung des französischen Ge-schmackes im Drama, welchem er bis dahin selbst gehuldigt hatte, in kleineren kritischen Schriftenaufgetreten, indem er, auf das Beispiel Englands und Spaniens hinweisend, den ersten schüch-ternen Gedanken eines deutschen Nationaltheaters gefaßt hatte und äußerte. Er schrieb überdie zeitgenössische Litteratur in der „Vossischen Zeitung" und erkürte darin die Standpunktesowohl Gottscheds wie Bodmers und seiner Anhänger für einseitig; auch für den in nebelhaftenRegionen wandelnden Klopstock konnte er sich nicht begeistern. Er bildete sich eine neue, auf

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Radierungen von Daniel Chodowiecki zu Lessings Minna von Barnhelm.

Faksimile der im Königl. KupserstichkabirretL zu Berlin befindlichen Probedrucke des Künstlers niit Randskizzen.

dem Boden der Wirklichkeit fest gegründete Richtung, in welcher Mendelssohn, Nicolai undandere Schriftsteller von ihm lernten, so daß der sechsundzwanzigjährige Mann als Dichter undKritiker bereits eine anerkannte Rolle spielte. Kleist und Gleim wurden seine Freunde undSchüler. Schon aus seinen damaligen Lustspielen spricht ein großer Geist; Orthodoxie undAufklärung kamen zu gleichen Rechten im „Freigeist"; in den „Juden" erscholl die ersteStimme zu Gunsten der Unterdrückten. Das bürgerliche Trauerspiel nach englischem Vorbildefeierte seine Geburt in „Miß Sara Sampson". Während des siebenjährigen Krieges tratLessing kühner auf. Die Thaten desselben waren für ihn das Morgenrot des deutschen Ruhmes.In seinem „Philotas" feierte er die Todesverachtung aus Vaterlandsliebe. Seine „Litteratur-briefe" sind nicht nur an einen preußischen Offizier im Felde gerichtet, sie sind auch durchauskriegerisch auf dem Felde des Geistes, und kämpfen sowohl für die Aufklärung, wie für eineselbständige Ausbildung des deutschen Schrifttums. Ebenso legte er nach dem Kriege zu zwei

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