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Sechstes Buch. III. Fremdherrschaft und Romantik.
Während Schiller sie in seinen drei Frauendramen umsonst auf den Weg der Geschichte zuverweisen gesucht hatte. Was Wunder daher, daß der Altmeister, seitdem ihm Schiller nichtmehr zur Seite stand, von da an bis zu seinem Lebensende als Abgott der Romantiker galtund, obwohl er selbst nicht unter sie ging, ihre Werke vielmehr „form- und charakterlos" nannte,mit ihrem Treiben zu sympathisieren schien. Goethes Schöpfungen von Schillers bis zu seinemTode sind Klassik in romantisch-mystischem Gewände. Klar zeigen dies „Wilhelm Meisters
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Goethe in seinem Arbeitszimmer seinem Sekretär John diktierend.
Nach dem Ölgemälde, 1831, von I. I. Schneller. (Weimar, Großherzogl. Bibliothek.)
Wanderjahre", die, wie übrigens schon der Schluß der „Lehrjahre", nicht aus einem that-sächlichen Boden stehen. Der Dichter schiebt in diesem Roman, allerdings nicht ohne viele schöneGedanken, unklar geschilderte italienische Landschaften mit völlig utopischen Lehranstalten undGeheimbünden kreuz und quer ineinander und zeigt sich sogar von dem damals zu spuken be-ginnenden Somnambulismus und anderen „naturphilosophischen" Schrullen angekränkelt. Ur-sprünglich gehörten zu den in „Wilhelm Meister" eingeschlossenen Novellen auch die zu einemeigenen Roman angeschwollenen „Wahlverwandtschaften", welche bei aller klassischen Form und