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Zweiter Band.
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Der Aufstand in Österreich. Der Tugendbund.

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wurden iu Wesel erschossen und dreihundertundsechzig Soldaten auf die französischen Galeerengebracht. Nicht so tragisch endete der noch kühnere Zug des Herzogs Friedrich Wilhelmvon Braunschweig, der sich aus Österreich durch das Herz des Rheinbundes nach Englandzu retten vermochte. Diese Vorfälle führten zwar die Auflösung des Tugendbundes herbei,ergriffen aber das deutsche Volk aufs tiefste: schon am Ende des Jahres 1811 mußte derwestfälische Scheinkönig an seinen mächtigen Bruder und Vormund schreiben: „Die Gärungist auf dem höchsten Gipfel, die thörichtsten Hoffnungen werden unterhalten und mit Be-geisterung gepflegt; man stellt sich das Beispiel Spaniens vor Augen, und wenn der Kriegzum Ausbruch kommt, werden die Gebiete zwischen Rhein und Oder der Herd eines gewal-tigen Aufstandes werden. Die mächtige Ursache dieser Bewegung ist nicht allein der Haßgegen die Franzosen und die Ungeduld, das fremde Joch zu tragen; sie ist noch stärker be-gründet in dem Unglück der Zeiten, dem Ruin aller Klassen, der Überbürdung mit Auflagen,Kriegssteuern, Unterhalt der Truppen, Durchmärschen und Quälereien aller Art, die sichohne Unterlaß wiederholen. Die Verzweiflung der Völker, die nichts mehr zu verlieren haben,ist stets zu fürchten." Obschon auch Napoleons Generale ihm Gleiches berichteten, glaubte ernichts davon. Er war blind gegen das drohende Wetter und zog mit der glanzvollen „großenArmee", der sich auch die Besiegten von Österreich und Preußen anschließen mußten, nachOsten, —- seinem Verhängnis entgegen!

Standbild von Andreas Hofer über seinem Grabe.

Von Joh. Nepoinuk Schalter ( 1777 — 1842 ). Innsbruck, Franziskanertirche.