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hervorgegangen. Seit dem fünfzehnten Jahrhundert hatteder wissenschaftliche Unterricht nur noch zwei Quellen: Griechen-land und Rom, das vorzugsweise republikanische Land, dieGeburtsstätte des Königsmordes." ')

Condorcet will, nachdem er als letzten Fortschritt derVernunft verlangt hat, die Erziehung solle atheistisch sein, umdie Revolution zu verewigen, daß die Lebensbeschrei-bungen Plutarchs das vorzugsweise klassische Buch wer-den sollten; er will, daß man in den Augen der Jugend dieGraccchus und Brutus und alle jene alten Tribunen wieder zuEhren bringe, die in manchen Büchern dem Fluche der Jahr-hunderte überliefert seien und fast stets die Sache der Gerech-tigkeit vertreten hätten; nachdem er hierauf die Renaissanceund die Collegstudien, welche sie weiter verpflanzt, bewillkommt,äußert er sich über die ruhmwürdige Revolution wie folgt:l „Zu Anfang des fünfzehnte» Jahrhunderts seufzte ganzs Europa, in Unwissenheit versenkt, unter dem Joche der Aristo-kratie und der Priesterherrschast; allein seit jener Epoche sinddie Fortschritte in der Freiheit bei allen Nationen denen in^ der Aufklärung mit der Beharrlichkeit gefolgt,k die auf eine nothwendige, auf den ewigen Ge-s setzen der Natur beruhende innere Verbindungj zwischen zwei Thatsachen deute t."

^ Eine andere sehr bezeichnende Aussage ist dieDanto n's.i Vor der Tribune des Convents, inmitten der Ruinen der! kirchlichen und staatlichen Ordnung, spendet der Revolutions-i riefe den sich mit dem Unterrichte befassenden religiösen Kör-perschaften ein Lob, welches Scham und Zittern hervorrufenmuß. „Den Mönchen," ruft er aus, „dieser erbärmlichenMenschengattung, dem Zeitalter Ludwigs XIV., haben wir dasZeitalter der wahren Philosophie zu verdanken. DenJesuiten verdanken wir jene erhabenen Schöpfungen,

1) Pages de l'Ariege: Vom Königsmorde.

2) Bericht über den vffentl. Unterricht. Oeuvres, t. VIII. p. 348—349.