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I Freiheit. Alle Uebel, alle Verbrechen, alle ver-' hängnißvollen Beschlüsse, welche Frankreich dreis Jahre lang mit Trauer und Verzweiflung erfüll-^ ten, gingen aus dieser Höhle des Schreckenshervor. ')
Jeder neue Ankömmling von einiger Bedeutung, jeder inParis eintreffende General mußte sich im Jakobinerklubb zeigen,wenn er sich wegen seiner patriotischen Gesinnung nicht inVerdacht gezogen sehen wollte. Diese Vorstellungen hatten amAbend statt, denn der Klubb hielt seine Sitzungen in der Nacht,wann die Köpfe durch reichlich genossene Speisen und bacccha-nalische Libationen erhitzt waren. Citationen und Reminis-cenzen aus den Zeiten der Griechen und Römer hallten, unter-mischt mit den gotteslästerischesten Flüchen und den schmutzigstenReden, bis zum Tagesanbruch unter den Hallen dieser Dema-gogenhöhle wieder.
l Dort spendete im Namen des souveränen Volkes derl Komödiant Collot d'Herbois an Dumouriez seine Ermahnun-s gen und declamirte ihm in einer vollkommen klassischen Spraches vor: „Was ist aus den weltberühmten Generalen geworden?k Ihr Schatten erblaßte vor dem allmächtigen Genie derj Freiheit. Nicht ein König hat dich ernannt, Dumouriez, son-dern deine Mitbürger. Erinnere dich, daß ein Generalder Republik niemals mit den Tyrannen unterhandeln darf.Du hast von Themistokles reden hören. Er ward ver-leumdet und von seinen Mitbürgern ungerechter Weise be-straft; er fand ein Asyl bei den Tyrannen, allein er war undblieb Themistokles. Man machte ihm den Vorschlag, die Waffengegen sein Vaterland zu kehren. »Mein Schwert,« so spracher, »wird niemals den Tyrannen dienen, und er bohrte siches in das Her z.«"
In Nachäffung des Volkes von Sparta, Athen und Romwollte das von den Schriftgelehrten mit der legislativen Allmacht
1) Band I. Nr. 109. - 2) Ebend. Nr. 116.