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erklärt, daß die Religion von ihr abhängig sei, und daß siedieselbe nach ihrem Gutdünken rnodificire. Bis sie selbst ihrei eigene Religion geschaffen hat, bildet Alles, Personen undi Dinge, Gegenstand ihrer Angriffe. Sie beginnt mit dem An-griffe auf das Eigenthum der Kirche.
Wann in den christlichen Jahrhunderten Könige, Kaiserund Fürsten sich der Güter des Klerus bemächtigten, so wardies ein Act der Gewalt und des Raubes. Keiner der Räuberwagte die Aufstellung einer Thesis zur Rechtfertigung seinesVerfahrens, indem er dem Beraubten das Recht des Be-sitzes hinwegleugnete. Das Gott-Volk, die Göttin-Nation,vollkommene griechische und römische Gottheiten, waren nichtmehr bekannt. Der Revolution und der Renaissance, ihrerMutter, war es vorbehalten, sie mit ihren antiken Rechtenwiederum aufleben zu lassen. Länger als einen Monat be-rathet die constituirende Versammlung über das Eigenthums-recht; man spricht es der Kirche ab, um es ausschließlich der> Nation zuzusprechen, und die Nation, welche ihre Rechte wie-der erlangt hat, bemächtigt sich der Güter der Kirche.
Am 10. October eröffnet der Bischof von Antun denAngriff. Den Despotismus der Cäsaren zum Vortheile derNation wieder erweckend, spricht er: „Die zu unserer Rege-neration nothwendigen Mittel sind nicht vorhanden. Es gibtaber deren in beträchtlicher Menge, die sich mit der Achtungvor dem Eigenthum recht wohl vereinbaren lassen: sie liegenin den Gütern des Klerus. Die Nation, welcher ein sehr aus-gedehntes Recht über die Corporationen zusteht, übt wirkliche, Rechte über den Klerus; sie kann die angehäuften Güter diesesStandes, welche der Gesellschaft unnütz zu sein^ scheinen könnten, an sich ziehen, und nothwendigerWeise würden seine Güter zum gerechten Antheile derNation, welche die Eigenthümerin der Güter des Klerus inihrer Gesammtheit werden wird."
1) Moniteur v. 12. Oct.