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finden, rechtfertigt die Gemeinde Ssvres ihren Gottesraubdurch eine Reminiscenz aus dem schönen Alterthum. Siespricht zum Convente: „Bürger, Dionysius von Sy-^ rakus nahm dem Jupiter seinen goldenen Mantelund sagte: Er ist zu kalt für dich im Winter und' zu warm im Sommer. Wir haben unsern Priestern, un-sern Heiligen die Reichthümer und die kostbaren Gewänder,welche einen allzustarken Gegensatz bilden zu der Einfachheitdes Sansculotten Jesus, dessen Diener sie sich nennen,hinweggenommen. Unser Cultus wird künftighin der derFreiheit sein. Wir legen auf den Altar des Vaterlan-des 7 Mark Gold, 219 Mark Silber, 300 Mark Verweilund mehrere Diamanten und Edelsteine nieder." ')

Einige Tage später erscheinen die Abgeordneten des Be-zirkes der Gravilliers. Diese Elenden treten in die Schran-ken des Konventes mit bischöflichen und priesterlichen Gewän-dern bekleidet und die Carmagnole tanzend. Als derAltarhimmel sichtbar wird, spielt die Musik obscöne Melodien,ein Jeder entledigt sich der geschändeten Gewänder, wirst siein die Höhe und erscheint in der Uniform der Nationalgarde;die Bischofsmützen, Krummstäbe, Stolen und Meßgewänderfliegen durch die Luft und fallen lärmend auf den Bodennieder. Damit der Saturnalie an ihrem Glänze Nichts ge-breche, gibt man das Wort einem kleinen Kinde; dies verliesteine blasphemische Erklärung, und bittet den Konvent, dieHerausgabe eines republikanischen Katechismus zu dekretiren.- Dem unglücklichen Kleinen wird lebhafter Beifall gespendet! und der Präsident gibt ihm einen Kuß.

^ Die Departements beeilen sich, dem Beispiele der Haupt-^ stadt zu folgen. Alle französischen Straßen sind mit Karren; bedeckt, welche den Raub der Kirchen zur Münze bringen und

1) Monitenr v. 10. Sept. 1793; auch vergl. man Moniteur, B. XVIII.S. 20 bis 659, wo noch andere derartige Dinge zu lesen sind.Ebend. B. XIX. S. 234-609; B. XXI. S- 211.