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Auf allen Punkten des Reiches werden Klagen gegen diesegottesschänderische Bande laut. ... Man mordet im NamenGottes. Die blutdürstigen Priester richten durch ihr Treibendas Vaterland z» Grunde. Doch sollen sie wissen, diese Un-glücklichen, daß die Männer vom 9. Thermidor noch leben,und diese Männer bilde» den ganzen Convent!" ')

Wie in den ersten Tagen des Christenthums der NameChrist den Heiden eine Bezeichnung für alle Verbrechen war,so ward auch bei ihren Schülern der Name eines Priestersgleichbedeutend mit dem für alle Missethaten. In Folge dessenorganisirt die Revolution am 2. 3. 4. und 5. September 1792ein allgemeines Gemetzel gegen sie. Die Gefängnisse der Kar-meliter, von Saint-Pelagie, von Saint-Firmin, der Abtei,des großen CHLtelet, der Conciergerie, der Force und desBernhardinerklosters träufeln von dem Blute von mehr alszweihundert Priester».

An dem nämlichen Tage (3. September), an welchemdiese Metzelei stattfand, schreibt die Gemeinde Paris in dieDepartements: „Ein Theil der kannibalischen Verschwö-rer, die in den Gefängnissen sitzen, ist von dem Volke zumTode geführt worden, und ohne Zweifel wird die ganze Nationein für das öffentliche Wohl so nothwendigesMittel schleunigst adoptiren." *)

Die, welche dem Schwerte entronnen waren, entrinnennicht der Wuth des Gesetzes. Am 14. Februar 1793 setzt dieRevolution einen Preis auf ihre Köpfe und verspricht einemJeden, der einen unbeeidigten Priester entdecken oder in Ver-haft bringen wird, eine Belohnung von hundert Livres. Hun-dert Proscriptionsedicte werden gegen sie erlassen. In denWäldern irrend, in den Gefängnissen schmachtend, guillotinirt,deportirt, gehen Tausende von Priestern unter, weil sie dem

1) Monit. B. XXV. S. 878, 679. Reden des Cornillon, Jsabeauund Barras; Dekret vom 25. August 1793.

2) Moniteur, ebend.