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ihren Stammbaum legten und ihre Vorrechte aufgaben. Essind dies der Vicomte von Noailles, der den Anfang machteund eine gleiche Vertheilung aller Staatslasten verlangte, derHerzog von Aiguillon, der, indem er diesen Vorschlag un-terstützte und ihm die größtmöglichste Ausdehnung zu gebensuchte, einen allgemeinen Beifall erweckte; der Herzog duChütetet, der das Ersprießliche des Vorschlages bewies,der Graf v. Gniche, der die, vorhergehenden Redner trotzalledem noch beschuldigte, sie seien nicht großmüthig genug,und der Graf v. Agoulr, der das revolutionäre Meer »ocherweitern wollte und auch die Aufhebung der Privilegien derProvinzen verlangte.
Am l9. Juni 1790 wurden alle adeligen Titelaufgehoben. Auch hier war es ein Adeliger, der RitterAlexander v. Lameth, der die Bewegung dieses Tages aufdieselbe Weise begann, wie der Vicomte von Noailles diedes denkwürdigen 4. August eingeleitet hatte. Ja sogar einMontmor en cy, der erste christliche Baron, sprach für dieAbschaffung der Wappen. Als ächter Republikaner sagte er:„Ich fordere, daß an dem heutigen Tage der allgemeinenBeseitigung aller gesellschaftlichen Unterschiede, die gegen ihrePrincipien verstoßen, die Versammlung auch nicht ein an dasfrühere Feudalsystem erinnerndes Merkmal verschone. Alle Ab-zeichen und Wappen der Adeligen sollen deßhalb abgeschafftwerden; denn die einzigen Abzeichen, welche künftighin alleFranzosen an sich tragen sollen, seien die der Freiheit."^
Sollte man es glauben, daß ein Mann aus dem Volke,der Abbe Maury, gegen einen Noailles, einen Montmorencyden Adel zu vertheidigen sich genöthigt sah? Sollte man esnamentlich glauben, daß er, um sich den Sieg zu verschaffen,kein besseres Mittel kannte, als seine Zuflucht zum heidnischenAlterthume zu nehmen und den französischen Adel im NamenRoms zu vertheidigen? „Die Römer," rief er aus, „kannten
1) Monit. v. 21. Juni 1790.