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Zehntes Kapitel.

Die Revolution und die Monarchie.

(Fortsetzung.)

Erniedrigung der königlichen Würde — Rousseau eine Statuezuerkannt — Verachtung des Königthums — Die königliche Prä-rogative im Namen der Griechen und Römer angegriffen — Jnsur-rection, Abfall und Königsmord von den Römern und Atheniensern ge-predigt.

Mit der Abschaffung des Adels zerstörte die französischeRevolution das Vorwerk, welches die Festung vertheidigte, dieFestung aber war die königliche Wurde. Wie sie die Religiondem Gespötte preisgegeben hatte, so begann auch die Revolutiondas Königthum zu erniedrigen. Indem sie die Schwäche desMonarchen benutzte, ließ sie ihn Handlungen begehen, die ihnin der Achtung des Volkes herabsetzen mußten. Aus dergroßen Anzahl von Beispielen wollen wir nur vier anführen.

Sie läßt Ludwig X VI. die Erklärung derMen-schenrechte und die Civilconstitution des Klerusunterzeichnen. Hiermit allein schon unterschreibt der un-glückliche Fürst seine Abdankung sowohl als König, wie auchals allerchristlichster König, denn er unterzeichnet die unbedingteSouveränetät des Menschen oder des Volkes in der religiösenund gesellschaftlichen Ordnung der Dinge.

Sie läßt ihn die Abschaffung seiner besten Miliz, desAdels, unterzeichnen.

Sie läßt ihn die Apotheose seiner größten Feinde unter-zeichnen. Wird die Nachwelt es glauben, daß sich der NameLudwigs XVI. an der Spitze und am Schlüsse folgendenAktenstückes befindet?

„Ludwig, durch Gottes Gnade und das konstitutionelleGesetz des Staates König der Franzosen, allen Gegenwär-tigen und Kommenden meinen Gruß.