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Minister bei den Höfen richtete, und welches eins Anordnungder Versammlung gedruckt wurde.

„Der König beauftragt mich, mein Herr, Ihnen kund zuthun, daß es sein förmlichster Wille ist, daß Sie seineGesinnungen über die Revolution und die Konstitution demHofe, bei welchem Sie restdiren, darlegen und mittheilenmöchten.

„Was man Revolution nennt, ist Nichts weiter als dieAbschaffung einer Menge von Mißbräuchen, die sich seit Jahr-hunderten ') durch den Irrthum des Volkes oder die könig-liche Gewalt angehäuft haben.

„Die Feinde der Konstitution wiederholen ohne Unterlaß,der König sei nicht glücklich; als ob es für einen König einanderes Glück als das seines Volkes geben könnte! Siesagen, sein Ansehen werde herabgewürdigt; als ob die auf dieGewalt gegründete Autorität nicht weniger mächtig und un-sicherer wäre, als die Autorität des Gesetzes! Endlich sagensie, der König sei nicht frei! Abscheuliche Verleumdung, wennman annimmt, sein freier Wille hätte gezwungen werdenkönnen, Unsinn aber, wenn man die von Seiten des Königsmehrmals wiederholte Einwilligung, in der Mitte der Bürgervon Paris zu verbleiben, eine Einwilligung, die er ihremPatriotismus, ja sogar ihrem Hasse und ganz besonders ihrerLiebe gewähren mußte, für einen Mangel an Freiheit erklärt.— Paris, 23. April 1791."

Durch diese glorreichen Erfolge ermuthigt, greift die Re-volution die königliche Würde direct an. Wir wollen wedervon den October-, noch von den Juni- und Augusttagenreden, an welchen der Pöbel den König insultirte und ihn bisin seinen Palast hinein mit Schmähungen verfolgte; auch wollenwir der zahlreichen und nichtswürdigen Pamphlete, die gegenthu geschleudert wurden, nicht erwähnen, sondern uns blos mit

1) Die königliche Würde sollte bald auch unter die Mißbrauche gezähltwerden.