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Ludwigs XVI. zu nennen! Erbärmlicher Sklave! kehre indie Vorstadt Pera zurück, aus der du gebürtig bist, und woman dich gelehrt hat, es als die allerhöchste Ehre anzusehen,dich dreimal vor einem schwachköpfigen Sultan zu verbeugen.Du bist des menschlichen Antlitzes unwürdig, dieses zum Him-mel erhobenen Antlitzes, und verdienst die Füße nicht, die duhast, und die geschaffen wurden, um das stolzeste Geschöpfder Thierwelt zu tragen. Krieche aus allen Vieren nachKonstantinopel oder halte dich in den Vorzimmern der Tuile-rien versteckt. Da nenne den König deinen Herrn, dichden demüthigsten seiner Unterthanen, seiner Knechte,wenn du willst; allein lerne, daß die Franzosen keinen andernHerrn haben, als das Gesetz, und Niemanden als dem Ge-setze unterworfen sind. Magst du beginnen, was du willst,uns ist es endlich gelungen, dem Geist der Völker den wich-tigen Grundsatz der Gleichheit einzuprägen. Wir habenjenen ewigen Vulkan der Auflehnung gegen denDespotismus entzündet. Hüte dich ja, uns wie Unter-thanen eines Königs zn behandeln; denn wir könnten dirsonst beweisen, daß, wenn du nicht unseres Gleichen durch dasGesetz sein willst, wir deine Herren vermittelst derGewalt sind."

Die Heftigkeit ihrer Sprache erreichte ihren Gipfelpunkt,als sich am 1. Januar 1791 der Präsident der Versammlungin die Tuilerien begab, um dem Könige und der königlichenFamilie die herkömmlichen Beglückwünschungen darzubringen.Er sagte u. a.: „Sire, mit Rührung denken wir daran, wieSie Sich zum Oberhaupte Ihres Volkes erklärten,indem Sie Sich an die Spitze der Revolution stellten."

Alsbald begannen die Römer ihren lauten Tadel zu er-heben und sprachen: „Während ihr Cäsar schmeichelt, spielteman »Brutus« im Theater Franyais. Das Stück ward vonallen Seiten so laut beklatscht, daß die Bänke hätten brechen

1) Rövol. t. III. x. 177. — 2) Monit. ebend.