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[1. Band.]
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Sonntagen; der Fanatismus liegt vor den Statuen der Frei-heit auf den Knieen; die Decade ward durch ein Bürgerfestgefeiert, bei welchem die Büste des Brutus mit Pomp umher-getragen wurde."

Der Haß gegen die Tyrannen, im Colleg so lauge ver-herrlicht, in den Theatern mit Beifall beklatscht, in Brutuspersonificirt, siedete in den Gemüthern, als die berüchtigteSamstagssttzung vom 22. September 1792 gehalten wurde.

Dieser Tag ward mit einer abermaligen Proclamation derSouveränetät des Volkes begonnen. Mau berauscht die Ver-sammlung mit klassischen Erinnerungen und spricht zu ihr:„Vertreter des souveräne» Volkes, der Auftrag, den Ihr habt,erfordert die Macht und die Weisheit der Götter. AlsCineas in den römische» Senat trat, glaubte er,eine Versammlung von Königen zu erblicken. Einsolcher Vergleich wäre für Euch eine Beschimpfung. Hier müssenwir eine Versammlung von Philosophen erblicken, beschäftigt,das Glück der Welt anzubahnen."

Hierauf spricht man, seine Allmacht übertreibend, weiter:„Der Nativnalconvent, vor welchem alle Gewalten inNichts zerrinnen, muß die ersten Augenblicke seines Da-seins damit bezeichnen, daß er alle Gewalten für ab-gesetzt erklärt."

Stufenweise kam man bis zu dem Punkte, bis zu welchemman kommen wollte. Von Brutus begeistert, dessen Bildnißvor seinen Augen steht, von Brutus, mit dem er sich so oftauf dem Theater identificirte, von Brutus, dessen Geist überder Versammlung schwebt, besteigt der Schauspieler Kollotd'Herbois langsam die Tribüne und spricht: „Wir habenhier über einen Gegenstand zu berathen, den Ihr nichtauf heute Abend, nicht einen Augenblick verschieben dürst,

1) Monit. ebend.

2l Rede Manuels, Monit. ebend.3) Rede Matthieus, ebend.