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ohne Euch gegen das Verlangen der Nation zu versündigen:die Abschaffung des Königthums." ')

Endloser, einstimmiger Beifall begleitete diese Worte.

Kaum hat sich die Aufregung etwas gelegt, so tritt einächter Schriftgelehrter, der Priester Gregoire, zu dem Bildedes Brutus und hält die berüchtigte „eLtiliimirs", welche ineiner vollkommen klassischen Form den ganzen wilden Haß desheidnischen Republikanismus athmet. „Ich verlange," so rufter aus, „daß Ihr durch ein feierliches Gesetz die Abschaffungdes Königthums verfüget!"

Die ganze Versammlung erhebt sich, und durch Acclama-tion wird Gregoire's Vorschlag genehmigt. Nur eine einzigeStimme verlangt eine Discussion.

„Was bedürfen wir einer Discussion," entgegnet Gro-goire, „da man allseitig einig ist? Die Könige sind in dersittlichen Welt, was die Ungeheuer in der physische». DieHöfe sind die Werkstätten der Verbrechen und die Höhlen derTyrannen. Die Geschichte der Könige ist das Martyrologiumder Völker. Sobald wir von dieser Wahrheit Alle gleich-mäßig durchdrungen sind, was brauchen wir da noch zu dis-cutiren? Ich verlange, daß über meinen Antrag abgestimmtwird, und behalte mir vor, ihn später in einer der Wichtig-keit dieses Dekretes angemessenen Fassung zu formuliren."

Gregoire's Vorschlag, zur Abstimmung gebracht, wirdunter dem Lärm des lebhaftesten Beifallruses an-genommen. Die Manen des Brutus mußten vor Freudebeben, und die Lehrer aller dieser Gesetzgeber den Erfolgenihrer Lehren Beifall jauchzen.

Von allen Winkeln Frankreichs senden die Schriftge«lehrten Adressen an die versammelten Väter, um siewegen der Abschaffung des Königthums zu beglückwünschen.Es laufen deren ein von Reimes, Dole, Bordeaux, Montluson,

1) Monit. ebend. — 2) Ebend.