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Hand in Verbrechen ergriffen worden ist! Man kann gar-nicht unschuldig herrschen. Jeder König ist ein Rebell,ein Usurpator. In den Gesetzen des Numa stehtNichts, wornach Tarqninius gerichtet werdenkonnte. Man richtete ihn nach dem Völkerrechte. Eilt alsound richtet den König; denn es gibt keine» Bürger,der gegen ihn nicht dasselbe Recht hätte, welchesBrutus gegen den Cäsar hatte. Da Ludwig ei«zweiter Catiliua, so würde sein Mörder, wie derrömische Consul, als der Retter des Vaterlandesbetrachtet werden." ')
Im Namen der Römer haben Mailhe und Samt-Justbewiesen, Ludwig XVI. sei richtbar. Im Namen der Römerbehauptet Lefort, er könne nicht gerichtet werden. Die Bei-spiele, die Geschichte, die Grundsätze, das öffentliche Rechtder christlichen Völker kommen rein gar nicht in Betracht.Der ganze Proceß dreht sich um die Autorität des klassischenAlterthums.
„Bürger," sagte Lefort, „Menschenfreunde, ich bin stetsder abgesagte Feind der Könige gewesen. Titus,Trajanus, Marcus-Aurelius, denen die Geschichte sovieles Gute nachrühmt, hatten doch einen entschiedengrausamen Charakter. Der Besitz der absoluten Gewaltmuß selbst die Tugend verschlimmern....
„Gebet der Welt ein Beispiel von Großmuth. LassetLudwig Capet in diese erlauchte Versammlung kommen undsprechet zu ihm: Du bist kein König mehr, so verlangt es derWille des Volkes, wir werden das Bild deiner Frevelthatenaus deinem Anblicke entfernen. Du wolltest uns erwürgen,du hast den Tod verdient, wir aber schenken dir das Leben.Ja, wir thun noch mehr, wir machen dich zum französischenBürger; dieser Titel ist noch viel bedeutsamer, als der einesKönigs. So glaubten auch die Römer. Fabricius
1) Moniteur vom 13. Nov. 1792.