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Servius hatten die Ausübung der bürgerlichen Rechte ge-regelt. Tarquinius allein hatte sie verkannt und dies groß-müthige Volk vertrieb seinen ersten Tyrannen.

„Allein in seinem Schooße befanden sich trotzdem vieleAnhänger des Königthums. Tarquinius der Stolzewäre ohne den schrecklichen Muth des Brutus zu-rückgerufen worden, der seine Vaterwürde dem Wohleder entstehenden Republik aufopferte, und man hätte ihm einenNachfolger gegeben, ohne die Besonnenheit des Consuls, derdas Volk bestimmte, Lucius, den letzten Sproß derTarquinier, zu verbannen. Ich verlange, daß die Mit-glieder der ehemaligen Königsfamilie anderswohin, als in dieRepublik, das Unglück tragen, auf einem Throne geboren zusein, dessen Grundsätze gekannt und dessen Beispiele erhaltenzu haben!" ')

So sprach Buzot, und wir erkennen in ihm einen Schüler,der seine Studienzeit benutzt hat. Zur Anerkennung für seineklassischen Kenntnisse verlangen seine Collegen im Convente,daß seine Rede gedruckt werde; über seinen Antrag aber wirdzur Tagesordnung übergegangen.

Auf Buzot folgt Saint-Just. „Auch ich verlange,"sagt er, „die ewige Verbannung der Bourbonen und den Toddesjenigen von ihnen, der Frankreich wieder zu betreten wagt.Brutus vertrieb die Tarquinier, um die FreiheitRoms zu sichern; aber ich weiß nicht, ob man hier nichtdie Bourbonen vertreibt, um anderen Tarquiniern Platz zumachen. (Beifall.) Rom hatte Könige, Rom hatte aber aucheinen Brutus, den ich hier nicht erblicke. Wenn unsere Tar-quinier verjagt sein werden, so erwarte ich Catilina mit seinemHeere. Ich verabscheue die Bourbonen, ich verlange, daß maualle Tarquinier vertreibe, ausgenommen den König, der, Ihrwißt weßhalb, hier bleiben muß. (Beifall.) Man be-strebt sich in diesem Augenblicke, auch Orleans für das Urtheil

1) Monitmr, Bd. XIV. S. 712.