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sie als Tyrannen bezeichnen. Welche Ursache hat so mächtigund lange Zeit beigetragen und trägt noch fortwährend bei,die Gefühle eines wilde» Republikanismus bis zum Fanatis-mus zu steigern, und jegliche religiöse Achtung für die Auto-rität und das Leben der Fürsten zu ersticken? Folgende That-sachen mögen zur Beantwortung dieser Frage dienen.
Die Geschichte des Königsmordes ist dieselbe wie die desSelbstmordes. Diese beiden Geißeln, deren eine Schreckenin die Gesellschaften, die andere Trostlosigkeit in die Familienbringt, durchlaufen dieselben Phasen und haben dieselben Ur-sachen. Um nur von dem politischen Königsmorde zu reden,so war derselbe sehr allgemein im Alterthume, un-bekannt im Mittelalter und trat erst wiederummit der Renaissance auf.
In welcher Beziehung kann aber die Renaissance zu dempolitischen Königsmorde stehen? Oeffnen wir die Geschichte.
Seit der Renaissance, sagt sie, schickt das mon-archische Europa die Blüthe seiner Jugend zumBehufe ihrer Ausbildung in die Schule des re-publikanischen Alterthums.
Welches sind die Folgen dieser seltsamen Anomalie?
„Mit der Renaissance und der Reformation, ihrerdirecten Tochter," antworten die Herren Chauffour undPagds (de l'Arridge),') „erscheint wiederum der republikanischeund demokratische Geist in Europa. Die aus den Kol-legien hervorgegangene Demokratie kämpft überall,bald mit dem Worte, bald mit dem Schwerte. Sie erbt alleRechte, welche alle oberen Gewalten sich vor ihr angemaßthatten, und der Königsmord bildet mit vielen anderen Ver-brechen einen Theil dieser Erbschaft. Der wissenschaftlicheUnterricht hat uur noch zwei Quellen: Griechenland und Rom,
1) Nem. pour le ssm. protest. äs Ltrasdourx, x. 11. 1855. —
Du reAieiäe, p. 3.
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