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l Mörder mit Lobsprüchen. Cäsar ward ermordet. Sofort schreibt! der größte Redner Roms, das Orakel für unsere Kollegien,k der beständige Gegenstand der Bewunderung für Lehrer undSchüler, Cicero, jene berühmten Briefe, hält jene gewaltigenReden, verfaßt jene glanzvollen Schriften, welche die gelehrteJugend Europa's übersetzt, erklärt und seit drei Jahrhundertenbewundert: „Welche Wonne für mich," sagt er, „mit meinenAugen den gerechten Tod des Tyrannen zu sehen! WelcherRuhm für mich! Brutus schwang seinen bluttriefenden Dolchin den Lüften, er ließ sich herab, den Namen Cicero's aus-zusprechen, und ihm das Verdienst der Wiederherstellung derFreiheit zuzuschreiben. In der That ist Cäsar auf meinenRath ermordet worden. Brutus und Cassius, Ihr habtdie schönste That vollbracht, welche Sterbliche jemals voll-'bringen können. Ihr seid keine Helden, sondern Tot-ster; Euerer wartet ein ewiger Ruhm!"')

Wir haben soeben den Redner gehört, hören wir auchrden Moralisten. In einem mit ebensoviel Ruhe als Ueber-Hlegung geschriebenen Werke, das seinem Sohne als Richtschnur' dienen soll, in jener Abhandlung von den Pflichten,die als die Perle der Moral des Alterthums gilt, behandeltCicero die Frage vom Königsmorde wie folgt:

Z „Was für ein abscheulicheres Verbrechen gibt es," ruftßer aus, um Brutus, den Mörder des Wohlthäters seines»Vaters, zu rechtfertigen, „als nicht nur einen Menschen, son-

1) tzuiä midi sttulerit ist» äomini mntsüo prseter Isstitism, quamooulis eepi, ^usto intentn Ixranni. 14 , 14 . —

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