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dern sogar seinen Freund zu tödten? Der Mann, der einenTyrannen tödtet, den er liebt und von dem er geliebt wird,ist also ein Verbrecher? Keineswegs: das römische Volk be-trachtet im Gegentheil eine solche That als das herrlichsteVerdienst.... Zwischen uns und den Tyrannen be-steht keine Gemeinschaft, sondern der tödtlichsteHaß. Die Natur übergibt uns das Besitzthum dessen, denzu tödten so erhaben ist. Ja, es ist eine Pflicht,diese verfluchte und gottlose Race auszurotten.Man muß die Gesellschaft von diesen in Men-schengestalt gekleideten wilden Ungeheuern be-freien." ')
Solche Dinge müssen junge Leute von achtzehn Jahrenlernen und wissen, wenn sie in der Gesellschaft Etwas geltenwollen!
Mittlerweile tritt das Christenthum auf. Es verleiht denTrägern der Macht einen Abglanz der Göttlichkeit, und derMeuchelmord der Fürsten hört auf, eine endemische Krankheitder Menschheit zu sein. Im fünfzehnten Jahrhunderte bringtdie Renaissance das griechische und römische Alterthum wie-derum zu Ehren; mit ihm tritt wiederum der Königsmordauf. „Seit dieser Epoche, welch ein Haß gegen die Könige!Welche blinde Verkennung der königlichen Würde! Elisabethführt Maria Stuart zum Blutgerüste; Cromwell, das Werk-
1) tzuoä polest majus esse seelus, qusm non moclo Irominem, seäetiam familiärem Irominem oeeiäere? NumHuiä l^itur se ob-strinxit seslere, si c>uis txrannum oeeiäit, quamvis familiärem?kopulo quiäem Romsno non viäetur, <zui ex omnibus prse-elaris faetis illuä pulelrerriinum existimat. .. . Nulls cuim nolrissoeietas eum txrannis, seä potius summa äistrsetaiio est. Ne-que est contra naturam spoliare eum, si possis, c^uem Ironestumest neeare; atque live omne xenus psstifsrum atgue impiumex trominum eommunitate exterminanclum est. Os okfielis,B. III- K. 19 u. 32. - Hundertmal haben die Redner der Revo-lution die schönsten Phrasen Cicero's Wort für Wort überseht.