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aufrecht zu erhalten beschwören sollen."') Um sokostbarer, je wenig«: verdächtig die Quelle, der sie entquillt,ist diese Definition ein Heller Lichtstreif. Sie sagt klar und^ deutlich, daß die Revolution ihrem Wesen nach der Umsturzder bestehenden religiösen und socialen Ordnung, die Begrün-dung einer neuen Ordnung auf der absoluten Souveränetätdes Menschen, daß mit anderen Worten die Revolution dieApotheose des Menschen ist. Dies ist ihr schaffendesPrincip, ihre Richtschnur, das letzte Wort ihrer Reden undr ihrer Handlungen, die sonst in undurchdringliches Dunkel ge-s hüllt bleiben.
j Mit dieser Annahme wird es erstaunlich leicht, zu begreifen:^ 1) warum die Revolution bei der Wahl ihrer Autoritäten undt Vorbilder sich nicht an Luther, Calvin, Mahomed und nichti einmal an Anus hält. Keine dieser Persönlichkeiten hatte denf Menschen vollständig vergöttert. Alle beugten noch ihr Hauptf unter das Joch einiger geoffenbarten Wahrheiten. Ihre Zeitk war nicht die Epoche der socialen Apotheose des Menschen.! Auf sie sich berufen und sie zum Muster nehmen, wäre für dief Revolution ein Rückschritt gewesen.
Man begreift 2) weßhalb Voltaire und Rousseau, obgleich! sich mitunter auf sie berufen wird, dessenungeachtet nur die: zweite Linie einnehmen. Von allen Modernen sind sie in ders Vergöttlichung des Mensche» zwar am Weitesten gegangen, alleinl sie sind unvollständig. Sind sie auch die unmittelbaren Aor-^ läufer der revolutionären Wahrheit, so doch nicht diese? Wahrheit in Person. Aus dem einen oder dem anderen Grundeerklären sie sich nicht rückhaltslos für die absolute Souveränetätdes Menschen in der religiösen wie in der gesellschaftlichenOrdnung. Ihre Zeit war nicht die Epoche der öffentlichenApotheose des Menschen und seiner unbestrittenen Herrschaft.
Man begreift 3) warum die Revolution mit Einem Sprunge
1) Rede Veruiers, Präsident des Rathes der Fünfhundert. Monit.Bd. XXIX, S. 593.