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So komm, o Freiheit, Tochter der Natur!
Das Volk, des alten Aberglaubens ledig —
Es hat den ew'gen Sieg errungen,
Und baut jetzt die Altäre rc. N
Von den revolutionären Schriftgelehrten öffentlich als Reli-gion wiederhergestellt, sollte der antike Paganismus mit seinensämmtliche» Folgen Wiederaufleben. Ja genau genommen hat-ten sie ihn nur in Anbetracht und wegen seiner Folgenwiederhergestellt. Während man sich im Mittelschiffe und imChöre an die Göttin der Vernunft wendet, wird ihr Cultus inden Kapellen praktisch ausgeübt. Jede Kapelle in den Hallender Kirche, mittelst Behängen und Bretterwänden sorgfältig ver-schleiert, wird zur Stätte der Liederlichkeit, Völlerei und Un-zucht. Man muß dieser grausamen Profanation beigewohnthaben, um das Grauenhafte derselben zu begreifen. Die öffent-lichen Buhldirnen waren da haufenweise zusammengekommenund die Mysterien von Guidos und Lesbos wurdenjetzt nicht mehr im Dunkel der Nacht und in entlegenen Gemächerngefeiert. Die Sache ging so weit, daß selbst Robespierre dar-über unwillig ward und nach Chaumette's Hinrichtung sagte:„Dieser elende Wicht hat hundertmal den Tod verdient, wennauch nur wegen der Schändlichkeiten, die er an jenem Tageveranlaßt hatte."
2) Hist. piitor. äe la Oonv. t. III. p. 186; Mvnit. v. 13. Nov. 1793;äsurnal äs ?LN8, 1. III. p. 1266; üournat äes Revol. äe karisHr. 215; Protocolle des Konvents, Bd. 25 rc.
„Das Weib Momoro ward von dem Klnbb der Jakobiner undder Cordeliers auserkoren, die Göttin, welche die Maillard inNotre-Dame repräsentirt hatte, an dem Altare der Kirche Samt-Andre-des-Arts darzustellen. Inmitten eines wirklich wahnsinnigen Volkeserschien die Göttin in einem vollständig durchsichtigen Anzüge; sieward auf einer Bahre getragen. Zweihundert hübsche und junge