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[1. Band.]
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Monstranzen, Leuchter, goldene und silberne Schüsseln, einenprachtvollen Reliquienbehälter, ein mit Edelgestein besetztes Kreuzund tausend andere Geräthschaften abergläubischerUebung ein Der Zug tritt unter dem Beifallgeklatsch derZuschauer in den Saal. Ihm folgt eine Gruppe, die einschwarzes Tuch trägt und singt: Marlborough ist todtund bestattet, als Hinweis auf die Vernichtung des Fana-tismus. Hierauf spielt die Musik die revolutionäre Hymneund man sieht sämmtliche Bürger, mit Priestergewändern be-kleidet, unter dem Liede iro die Carmagnole tanzen.Die allgemeine Begeisterung gab sich in lang anhaltendem Bei-fallgeschrei zu erkennen.

Dubois, der Sprecher der Section, tritt vor die Schran-ken und sagt: „Die Vernunft hat einen großen Sieg über denFanatismus errungen. Eine irrige und blutbefleckte Religionist vernichtet worden. Das Glück wird jetzt wiedererstehen,der Tag ist — ich darf es vorher sagen — nicht mehr ferne.Muse der Geschichte, zerbrich deine Pinsel, du hattest bisjetzt nur Verbrechen darzustellen, in Zukunft wirst du nur Tugen-den zu verherrlichen haben; wir schwören (Alles erhebt dieHände), wir schwören, keinen anderen Cult als den der Ver-nunft anerkennen zu wollen!"

Einstimmig ertönt der Ruf von allen Seiten des Saales:„Wir schwören es!" Die Rede sowohl als der Eid wer-den mit allgemeiner leidenschaftlicher Freude aufgenommen.

Der Präsident Laloi antwortet: „In einem Augenblickehabt Ihr achtzehn Jahrhunderte von Irrthümern indas Nichts zurückgeworfen. Euere Philosophie hat der Ver-nunft ein ihrer und ächter Republikaner würdiges Opfer ge-bracht. Die Versammlung nimmt im Namen des VaterlandesEuere Gabe und Eueren Eid an."

Sämmtliche Stimmen: „Wir werden ihn halten!"')

1) Mouit. v. 2. und 3. Frim. des Jahres II. (23. November 1793.)