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„Der Anblick der Göttin, die Embleme, von denen sieumgeben ist, der antike und majestätische Charakter ihrerGestalt, die auf dem Piedestal z» lesende Inschrift: Wir sindalle ihre Kinder, Alles verbreitet weithin die handgreiflicheIdee von der Große der Natur und ihrer Wohlthätigkeit. Ausihren Brüsten, die sie mit ihren Händen drückt, ergießen sich inein geräumiges Bassin zwei mächtige Quellen reinen Wassers,das Bild ihrer unerschöpflichen Fruchtbarkeit.
„Jetzt läßt sich der in Echos in den Lüsten forthallendeDonner der Geschütze vernehmen; aus diesem Donner derFreiheit gehen eine sanfte Musik, harmonische und bürger-liche Gesänge hervor. Jetzt ergreift der Präsident des Natio-nalconvents, Heran lt de Sechelles, vor der Statue derNatur stehend und das Volk auf sie hinweisend, das Wort undläßt sich also vernehmen: „Beherrscherin der wilden undder erleuchteten Nationen, o Natur! Dieses bei denersten Lichtstrahlen des Tages vor deinem Bilde versammeltezahlreiche Volk ist deiner würdig, es ist frei. In deinemSchooße, in deinen heiligen Quellen hat es seine Rechte wieder-erlangt und ist neugeboren worden. Nachdem es so vieleJahrhunderte in Irrthum und Knechtschaft^) dahin-gelebt, mußte es die Einfachheit deiner Wege betreten, um dieFreiheit und Gleichheit wiederzufinden. O Natur! empfangeden Ausdruck der ewigen Anhänglichkeit der Franzosen an deineGesetze; diese fruchtbaren Wasser, die deinen Brüsten entqnil-len, dieses reine Getränk, welches den Durst der ersten Men-schen stillte, consecriren in diesem Becher der Gleichheit undBrüderlichkeit die Eide, die dir Frankreich an diesem Tage, demschönsten, den die Sonne, seitdem sie über dem ungeheurenWeltraum schwebt, beschienen, geschworen hat.«
„Nach dieser Art von Hymne, dem einzigen Gebete, wel-ches seit den ersten Jahrhunderten des Menschengeschlechtes
1) Mit diesem Ausdrucke definire» sie immer die Herrschaft des
Christenthums.