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Denkwürdigkeiten oder Ceremonien, die sie heiligten und voll-endeten, dar.
„In der Mitte der Langseite der Boulevard erhob sich einTriumphbogen, das Werk des Genius der Architectur und derMalerei, welche beide durch den Patriotismus verbunden sind.Alt-Rom und Athen, die Städte der Künste, habenin diesem Genre wenige schönere Zeichnungen ausgeführt. DerTriumphbogen ward errichtet, um die Herrlichkeit jenes Momen-tes der Revolution von 1789, wo man durch das Gefühl derFreiheit unerschrocken gewordene Frauen auf den Lafetten sitzenund gewissermaßen die Männer nach dem Punkte, wo dieTyrannei angegriffen werden mußte, führen, selbst in Versaillesdie Trabanten der Despoten bekämpfen und die ihren StreichenEntrinnenden in die Flucht jagen sah, vergegenwärtigen sollte.Die vier Seiten des Triumphbogens erinnerten durch einfacheInschriften an die Resultate dieser denkwürdigen Begebenheit.
„Auf einer dieser Seiten las man: Wie eine gemeineBeute haben sie die Tyrannen vor sich Hergetrie-ben; auf der andern: Das Volk überschwemmte wieein Strom ihre Säulenhallen; sie verschwanden;auf der dritten hieß es vorn Volke: Seine Gerechtigkeitist schrecklich, auf der Kehrseite: Seine Milde außer-ordentlich. Während sich so Architectur, Malerei und Sculp-tur vereinigten, um das Andenken der Heldinnen vorn 5. und6. October auf die Nachwelt zu verpflanzen, figurirten diesemuthigen Weiber selbst inmitten der Monumente ihrer Herr-lichkeit, und wie auf dem Wege nach Versailles sah man sieauf den Lafetten der Kanonen sitzen. Der ganze Zug machte
1) Wir geben in Folgendem das geschichtliche Porträt dieser vondem Präsidenten des Konvents, Hörault de Sechelles, gekrönten undgepriesenen Weiber: Man sah sie mit gefurchtem, von Pulver undRauch geschwärztem Antlitz, den Kopf mit einem Helm oder einerGrenadiermütze bedeckt, den unteren Theil des Gesichtes mit Bärtenaus Bärenhaaren besetzt, eine Pike oder einen Säbel in der Hand,