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„in dem Augenblicke, da ich rede, geschah es, daß der Tyranndie durch seine Frevelthaten verdiente Strafe erlitt. Es warviel für die Gerechtigkeit, daß sie den Schuldigen gezüchtigthatte, wenig aber für die Nation, wenn nicht mitdemselben Schlage auch das Königthum vernichtetwurde. .. Die ihr die Könige vertheidigt, sagt uns, welchesVerbrechen ist dem Königthume fremd geblieben?.... Volk!du wolltest frei sein? Wohlan, sofort öffnet das König-thum seine Büchse und speit alle Uebel der Erde über dichaus. Du wolltest frei sein — das Königthum bekriegt dich,das Königthum beabsichtigte, dich auszuhungern, das Königthumtauchte dich in alle Excesse der Liederlichkeit. Du wolltest freisein — das Königthum bemühte sich alsbald, Frankreich mitTrauer und Blutgerüsten zu bedecken.... Volk! du wünschtestden Frieden? Wohlan denn, Haß dem Königthume, es hatdir den Krieg gegeben. Du leidest Entbehrungen — Haß demKönigthume, es hat dich durch den Hunger in Knechtschaft zubringen gesucht. Du verlangst nach Einheit und Eintracht!Haß dem Königthume, welches den Bürgerkrieg und die Er-mordung der Republikaner veranstaltete." ')

In demselben Jahre drückte sich Vernier, Präsident desRathes der Alten, wie folgt aus: „Bürger-Repräsentanten:Der Mensch braucht um die Würde seines Wesens zu fühlen,um die Freiheit zu vergöttern. Seit Jahrhunderten^)in einer erblichen Sclaverei schmachtend, wie theuermuß ihm da nicht der denkwürdige Zeitpunkt sein, da er inalle seine Rechte eintrat! Wenn das Glück auf Erden über-haupt existiren kann, so kann er es nur in einer demokra-tischen Republik ^) finden. Nur unter einer republikanischen

1) Moniteur, Sextidi des 6. Pluviöse des Jahres IV.

2) Das Christenthum wird auch hier wie immer ganz unbeachtet gelassenund stets auf die Nothwendigkeit, zu dem heidnischen Alterthumzurückzugehen, um die Kette der Freiheit wieder anzuknüpfen, verwiesen.

3) Wie Sparta, Athen und Rom! So verstehen sie das Alterthum,dessen sociale Grundlage das Sclaventhum war.