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eigentlicher Gott, Gott-Volk, Gott-Cäsar seine Tempel,Altäre, Priester und Opfer besaß? Menschen-Hekatomben, diesie sich selbst und nicht dem Jupiter durch jene feierlichenWorte, von denen mehrere Jahrhunderte lang die Echos derAmphitheater ertönten: „Cäsar, die da sterben sollen, begrüßendich! Osesar, morituri te sslutsnt!" als die Gabe ihres Lebensdarbrachten.

Auch Chaumette und Anacharsis Clootz sagten, als sie zurRichtstätte geführt wurden — man merke es wohl — dasVolk ist Gott; es gibt keinen anderen Gott außerihm; sein Wille, Princip und Regel des Guten und desBösen, ist der Wille Gottes selbst. „Wir haben," riefBailly im Schooße der constituireuden Versammlung aus,„unsere Alten in Nachahmung der antiken Zeiten dasheilige Buch tragen, das Gesetz vor der in tiefem Schweigensich beugenden Versammlung niederlegen sehen. Wer wird sichzu gehorchen weigern, da Ihr gehorcht habt? Mit dieser Feier-lichkeit habt Ihr die Religion des Gesetzes ein-gesetzt. Bei freien Völkern und solchen, die würdig sind,es zu sein, ist das Gesetz eine Gottheit, der Gehorsam einGottesdienst."

Der revolutionäre Mensch, durch die Abschaffung jederreligiösen und socialen Autorität wieder geworden, was er imHeidenthume war, proclamirt seine Souveränetät, erhebt siezum Glaubenssätze, zu einem religiösen Dogma. Er verlangtAnerkennung für dasselbe und setzt ein feierliches Fest für es ein.Am 11. Pluviöse des Jahres VI fordert Jea» Debry in amt-licher Weise die Einsetzung dieses Festes; er verlangt, daß dieActe, in der das König-Volk sogleich im Anfange der Revo-lution das Dogma seiner Unabhängigkeit verzeichnete, am Tagedieses Festes in Procession herumgetragen werde, damit in demregenerirten Frankreich die Erklärung der Rechte dieselbe

1) Monit. 8. Oct. 179t. — Die grausamen Launen Robespierre's unddes Convents — eine Gottheit!