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seine berühmtesten Heroen zu ehren, und ein jährlichesFest, bei welchem die Erwähnung aller Märtyrer der Frei-heit vorgenommen ward. Auch hierin gab sich der Geist desklassischen Alterthums zu erkennen. Sind die Ceremonien undReden, von denen wir jetzt eine Probe mittheilen wollen, etwaden christlichen Völkern oder den christlichen Autoren entliehenworden?
Am 14. Prairial des Jahres III verlangt Barras dieEinsetzung des Festes der Märtyrer der Freiheit.„Bürger," sagt er, „ich mache Euch den Vorschlag, ein großesZeugniß des Dankes und des Bedauerns berühmten Schlacht-opfern zu geben. Der 31. October 1793 war der abscheulicheTag, da die Meuchelmörder des Vaterlandes getreue Reprä-sentanten auf das Blutgerüste schleppten; das Schaffst war fürsie der Weg zur Unsterblichkeit. Schatten Vergniaud's undder Republikaner, die ihn zur Richtstätte begleiteten, möchtedieser Tag Euch versöhnenl.... Ich verlange, daß ambevorstehenden 31. October in der ganzen Republik ein Trauer-fest (an« POMPS kunsdrs) zu Ehren der auf dem Schaffoteumgekommenen Freunde der Freiheit gefeiert wird." ')
Der Vorschlag ward unter dem lautesten Beifall zum Be-schluß erhoben.
Durch einen Zusatzantrag verlangt Boissy d'Anglas, daßdas Fest der Sühne den Manen aller Opfer der Decem-viral-Tyrannei geweiht und an demselben Tage das Jahresfestder Proclamation der Republik gefeiert werde. „Man ist,"
^ sagt er, „dem glänzenden Tage, welcher die Geschicke Frank-^ reichs festgesetzt hat, eine Erwähnung schuldig. Welche Ge-! legenheit wäre schöner und geeigneter, die Proclamation derRepublik zu feiern als die, da Ihr Blumen auf das Grab derMänner werfet, die, nachdem sie dieselbe durch ihre Bemühungvorbereitet und durch ihre Tugenden vertheidigt haben, denRuhm erwarben, sie mit ihrem Blute zu besiegeln?"
1) Monit. v- 14. Prairial des I. III. — 2) Monit. ebendas.