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„Der Gedanke an den Tod war bei den Alten keineswegsein lästiger Gedanke; er war tröstend und wohlthätig; stefanden in demselben eine Ermuthigung für den Ruhm,einen Antrieb zum Vergnügen. Die Alten betrachtetenden Tod als ein schützendes Asyl und nicht als einen schreck-lichen Sarg. Weil ste tagtäglich zu sterben lernten, wußtensie auch tugendhaft und frei zu leben. ')

„Die Verachtung des Todes ist in der That dieerste Tugend der Republikaner.

„Ihr werdet auch das stets berühmte Andenken der Gründerder französischen Freiheit und derer, die ste mit ihrem Blutebesiegeln, ehren. Die jungen Leute werden das heiße Ver-langen hegen, sie eines Tages nachzuahmen, die Greise beidem Gedanken, daß sie diese Hoffnung nicht mehr hegen können,Thränen vergießen; allein alle werden sich in einer und der-selben Gesinnung vereinigen, um Blumen auf ihre Gräberzu werfen und ihre Thaten zu verherrlichen. So besangendie Athenienser in allen ihren Festen den Harmodius undAristogiton, deren Hingebung und Muth, durch die ste diebeiden Piststratus schlugen, die Befreiung ihres Landes vor-bereiteten." 2)

Aus allen diesen Festen soll, wie bei den Griechenund Römern, das Verlangen nach dem Ruhme entsteh en,„dieses Verlangen, welches auf die Tugend vorbereitet, und dieGefühle, die in den antiken Republiken so viele Wundererzeugten, einflößt, welches alle großen Männer, deren An-denken uns mit Bewunderung und Ehrfurcht durch-dringt, hervorruft — Cicero liebte den Ruhm und Cicerorettete sein Vaterland."

begleiteten, nicht wieder erlebt haben? Unstreitig doch nicht an derRevolution.

1) Beeilen wir uns deßhalb, Griechen und Römer zu werden.

2) Ebendas. S. 20. — 3) Ebendas.