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Zehntes Kapitel.
Religiöse Werke der Revolution.
Der Kalender — Katechismus — Leben der Heiligen —Eukolog — Predigten.
Der Paganismus, als religiöses System betrachtet, wurdegemäß dem klassischen Vorbild in seinem Geiste und seinenHauptformen restaurirt.
In seinem Geiste: Er war die Anbetung des Menschenund der Materie, der reinste Naturalismus, wie ihn das Alter-thum bekannte. „Unter den Festen des Christenthums," hatteBoissy d'Anglas gesagt, „sieht man niemals die der Dinge,sondern immer nur die der Personen. Dagegen wurden beiden Alten die Erscheinungen der Natur, die Geheimnisse derAgricultur und der Künste, die heiligen Vorschriften der mono-mischen Wissenschaften, die großen Thaten dem Geiste unablässig
in den glänzendsten Ceremonien vorgehalten. Deßhalb
sollen die Hauptereignisse des bürgerlichen Lebens, wie auch diegroßen Naturphänomene, die schönen Epochen unsererGeschichte, die moralischen Tugenden und die gewöhn-lichen Arbeiten der Industrie, der Agricultur und der Künsteihre Ceremonien und Feste haben." ')
In seinen Hauptformen: Er hatte seine Götter und seineGöttinnen, seine Tempel, seine Feste, seinen Kalender, seineöffentliche Organisation, seine amtliche Hierarchie, seine pein-liche Gesetzgebung. Boissy d'Anglas und Lequinio warensein Lykurg und Numa; Chaumette, Robespierre, Laroveillc-re-Lepaux die souveränen Pontifices; der Convent und das Direk-torium — die Generalconcile; Lebrun, Chenier, Deschamps —
l) etc. S. 40, 34, 30. - 2) Monit. Bd. XXIX. S. 76, 178.