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[1. Band.]
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In Form einer Epistel kommt folgende Rede über dieFeier der Decadarfeste: 9 „Bürger, die Pflicht eines ächtenPatrioten ist es, alle seine Augenblicke und alle ihm zu Gebotestehenden Mittel für die weitere Verbreitung der Fortschritteder Vernunft, der Freiheit und Gleichheit zu verwenden.. ..Bürger, ich will Euere Augenblicke nicht mißbrauchen; ich bittenur um die Gunst, einige Einzelheiten über den Gebrauch, dieRuhetage durch Feste zu feiern, zu vernehmen."

Nach dieser Einleitung gelangt der neue Apostel auf demkürzesten Wege zu dem klassischen Alterthum. „Bei denRömern gab es einen bestimmten Tag, an welchem der Tempeldes Mars geöffnet wurde; die Krieger begaben sich in festlichemAufzuge dorthin, um die Trophäen, die ihre Siege geschmückt,auf die Altäre niederzulegen, und der römische Adler entfalteteseine Fittige mit größerem Stolze, um die Lorbeeren, mit denendie Statue des Gottes bekränzt werden sollte, zu beschatten.

„Dieses über Alles, was seine Macht befestigen und dieder ehrsüchtigen Despoten vernichten konnte, wachsame Volkfühlt sehr bald, wie wichtig es sei, den Ackerbau aufzumunternund den ihm sich weihenden Theil des Volkes durch Feste zuversammeln. Dieser edle Beweggrund schuf jene sogenanntenkalilia zu Ehren der Pales. Es ward ein Tag festgesetzt, anwelchem sich die jungen Landleute versammelten und massen-weise in den Tempel kamen. Hier betrachteten sie mit zufrie-denem Auge die mit Blumen geschmückten Schäfermädchen,^ welche mit unschuldigen Händen die für die Göttin bereiteteMilch darbrachten.

„Griechenland hatte vier Arten von Hauptfesten: dieOlympischen Spiele, welche fünf Tage dauerten und allevier Jahre zu Ehren des Olympischen Jupiter gefeiert wurden;

1) Gehalten im Tempel der Vernunft, ei-äsvant St. Rochuskirche, am10. Ventöse des Jahres II. der einen und untheilbaren Republikvon Bürger Dusausoir aus der Section des Berges.

Gaume, Revolution. II. 9