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mit Blumen und Früchten in den Händen und singen beg geisterteHymnen zu Ehren der Natur.

Der Tempel ist mit Täselchen verziert, auf dennen dieVorschriften der Naturreligion eingegraben sind. Denn Altarbildet ein mit Blumen, Früchten, Guirlanden und dreifcsarbigenBändern geschmückter Tisch.

Durch die Renaissance belehrt, hatte die Revolution (gesagt:»Ich sehe in der Sittenlehre seit Sokrates bis auf unserre Tageeine Lücke von dreitausend Jahren." ') Die Philanntropenerklären, ihre Moral sei die des Sokrates, Plato, l Cicero,Cato, Brutus, Epiktet, Seneca, Marcus Aurelius uimd An-toninus. „Es ist gewiß," sprach Einer der Gründer derr neuenReligion, „wären unsere rühmlichen Absichten befolgt wvorden,der erhabene Tempel der allgemeinen Moral wärewieder hergestellt worden; Gott würde darin im Geisteund in der Wahrheit angebetet worden sein. Die Tribüne würdeallen Vernünftigen, ohn «Unterschied derReligiom undder Sekte, zugänglich gewesen sein. Ein Musel-mann, ein Jude, ein Chinese, ein Lama könnte ebensogut ein Redner werden wie ein Anderer und nach seiner Weisealle Grundsätze der Weisheit und die großen Wahrheiten derMoral vortragen."

In ihrem Ritual heißt es, sie verlangten vor» Gottnicht die Kraft, das Gute zu thun, denn diese Kraftbesäßen wir von Natur aus.

Jeder Familienvater ist der Priester seines Hauses; nichts-destoweniger müssen die Familien alle neun Tage sich gemein-schaftlich zu gottesdienstlichen Uebungen versammeln. Nurdurch Einweihung wird der Einzelne zugelassen, wie zu denGeheimnissen der guten Göttin oder der Ceres. Jeder Neephyte

1) Rede Lavicomterie's über spekulative Moral. Monit. Decadi 2l> Beut.des Jahres III.

2) Lvenements arrivös äans le eierte eatlwlique, von Bniard,S. 234. - 3) S. 6.